Freitag, 24. Juni 2011

Teufelszeug von Joe Hill



Wenn es um Rache geht, steckt der Teufel im Detail ...

Völlig verkatert schaut Ig Perrish morgens in den Spiegel: Ihm wachsen Teufelshörner aus der Stirn! Was hat er in der Nacht zuvor getrieben? Dabei hat er schon sein Fegefeuer durchlebt, weil ihm niemand glaubt, dass er nichts mit der grausamen Ermordung seiner Freundin zu tun hat. Als Ig sich auf die Suche nach dem wahren Übeltäter macht, ist auf einmal die Hölle los ...

Ig Perrish führt ein privilegiertes Leben. Als Sohn eines berühmten Vaters und Bruder eines TV-Stars wächst er in einem Hort des Wohlstands und der Glückseligkeit auf. Und er hat Merrin, mit der er den Zauber der unendlichen Liebe erlebt. Bis zu dem Tag, an dem Merrin unter ungeklärten Umständen bestialisch ermordet wird und der Verdacht auf ihn fällt. Mangels Beweisen wird er aber freigesprochen. Eines Morgens wacht Ig nach einer durchzechten, erinnerungslosen Nacht mit Teufelshörnern auf der Stirn auf. Mehr noch: Auf einmal besitzt er die unheimliche Gabe, die dunkelsten Geheimnisse und verborgensten Gelüste derjenigen zu kennen, die er berührt. Diese neue Macht will er nutzen, um den Übeltäter zu finden, der Merrin umgebracht und sein Leben zerstört hat. Alles Gutsein und Beten hat nichts geholfen, jetzt ist es an der Zeit, einen Pakt mit dem Bösen zu schließen und teuflische Rache zu nehmen ...


Nach einer durchzechten Nacht wacht Ig Perrish mit Kopfschmerzen auf. Als er in den Spiegel sieht erkennt er, dass im über Nacht Teufelshörner gewachsen sind. Aber nicht nur dass, plötzlich erzählen alle Menschen in seinem Umfeld was sie gerade denken und offenbaren ihm ihre verborgensten Gefühle. Ig versucht seine neue Gabe zu nutzen und den Mörder seiner Verlobten Merrin zu finden.

Der Anfang des Buches war überraschend witzig. Alle Leute sprechen Ig gegenüber plötzlich alles aus, was sie gerade denken.  Leider hält dieser Humor nicht lange vor. Der Witz wird aber nicht durch Spannung oder gar Horror abgelöst, sondern leider nur durch Langeweile.  Ich musste mich ab ca. der Hälfte zum weiterlesen zwingen. Den Zeitsprung in Igs Vergangenheit fand ich ganz gut, aber für die Geschichte selbst völlig überflüssig.  Zum Ende wird die Story auch sehr abgedreht und konfus. Joe Hill hat leider zu viele schlechte Eigenschaften für seinen Schreibstil bei seinem Vater Stephen King übernommen.

Fazit: Tolle Idee, aber schlechte Umsetzung. Leider sehr langweilig.