Montag, 16. September 2019

Midnight Blue von L.J. Shen






Titel: Midnight Blue
Originaltitel: „Midnight Blue“
Autor: L. J.Shen
Seiten: 444
Verlag: Lyx
Format: Klappenbroschur
ISBN: 978-3-7363-0992-0
Preis: 12,90 EUR


 


Alex Winslow ist der erfolgreichste und angesagteste Rockstar der Welt. Doch er hat ein gravierendes Drogen- und Alkoholproblem. Nach einem Entzug heuert sein Management die 21jährige Indigo Bellamy als Babysitterin für seine Welttourne an. Sie soll aufpassen, dass Alex nicht Rückfällig wird und keine Dummheiten anstellt. Sie soll sich nur ja nicht in ihn verlieben. Doch das ist einfacher gesagt als getan…


Ein neues Buch von L.J. Shen und dann auch noch eine Rockstar Romance? Klar, dass ich „Midnight Blue“ unbedingt lesen musste. Am Cover erkennt man sofort, dass es sich um eine Rockstar Romance handelt.

Der Plot, junges Mädchen braucht dringend Geld und nimmt dem Job einer Assistentin bzw. Babysitterin eines drogensüchtigen Rockstars an, ist zwar nicht neu, aber ich kann von diesem Genre einfach nicht genug bekommen. Und bereits nach den ersten Seiten war ich schon so gebannt von der Geschichte, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und ich es in kürzester Zeit durchgelesen hatte.

Das Buch beginnt mit einem Prolog in Form eines Internetartikels über die letzten Verfehlungen von Alex. Was mir sehr gut gefallen hat, da man ihn so direkt kennenlernt ohne dabei die Story in die Länge zu ziehen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Indigo und Alex erzählt.

Indigo gefiel mit von Anfang an sehr gut und ich mochte ihre Art wahnsinnig gerne. Sie hat einen ganz eigenen Stil, der sie sehr interessant macht. Alex zeigt sich gleich in seinem ersten Kapitel von seiner schlechtesten Seite und trotzdem mochte ich auch ihn sofort.

Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam, da Indie sich an die Anweisung von Alex Management halten und sich nicht mit ihm einlassen möchte. Sie braucht das Geld für den Job sehr dringend und will es nicht vermasseln. Indie ist nicht auf den Mund gefallen und gibt den Sticheleien von Alex ordentlich kontra. Doch so ruppig sich Alex seiner Entourage gegenüber verhält, so interessiert und nahbar gibt er sich seinen Fans gegenüber und man merkt, wie sehr er seine Fans und die Musik liebt.

L.J. Shen startet das Buch sehr ausführlich und langsam, was mir wirklich gut gefallen hat, da man alle Charaktere gut kennengelernt hat. Zum Schluss hin hat es sich dann etwas übereilt angefühlt, es gibt mehrere Zeitsprünge, die nur einen kurzen Einblick in die weiteren Geschehnisse bieten.

Es handelt sich hier übrigens um einen Einteiler und nicht um eine Reihe.

Fazit: Typische Rockstar Romance. Fans des Genres werden viel Spaß haben. 4 von 5 Sternen.

Dienstag, 4. Juni 2019

Die Party von Jonas Winner






Titel: Die Party
Autor: Jonas Winner
Seiten: 368
Verlag: Heyne
Format: Klappenbroschur
ISBN: 978-3-453-43918-4
Preis: 12,99 EUR

 




Brandon lädt 10 seiner Jugendfreunde auf eine Halloweenparty ein. Es soll eine Erinnerung an alte Zeiten werden. Hoch oben und verlassen steht das Haus von Brandon auf den Felsen. Bereits am Eingang erfahren die ehemaligen Freunde, dass sie, ganz wie in alten Zeiten, ohne Handys auskommen sollen und werden gebeten, sie abzugeben. Das erweist sich als großer Fehler, als nach und nach einer nach dem anderen ermordet wird und nur einer das Haus wieder lebend verlassen wird.


Von Jonas Winner hatte ich bereits „Murder Park“ gelesen, das mich allerdings nicht überzeugen konnte. Ich wollte dem Autor aber nochmal eine Chance geben und „Die Party“ hat sich recht vielversprechend angehört. Das Cover ist sehr schlicht gehalten und der Umschlag wirkt wie eine Einladung zur Party und passt sehr gut zu diesem Roman.

Der Plot ist nicht neu und wurde bereits mehrfach in Romanen und Filmen verwendet. In einem einsamen Haus werden die Partyteilnehmer einer nach dem Anderen getötet, bis nur noch einer übrig ist. Aber eigentlich mag ich solche Geschichten, wenn sie gut umgesetzt werden.

Der Roman wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Allerdings sind es so viele verschiedene Perspektiven, dass ich etwas den Überblick verlor und bei jedem Wechsel erstmal verwirrt war.  Zugang habe ich leider zu keinem Charakter bekommen und es blieben alle flach und unausgearbeitet. Ich habe sie immer wieder verwechselst und konnte leider nicht mit ihnen mitfiebern, was die Spannung ziemlich gedrückt hatte. Ich hatte auch keine Lust zu raten, wer der Mörder ist.

Die Protagonisten waren nach dem Tod eines der Anderen insgesamt recht emotionslos und gefühlt nach ein paar Minuten hatten sie den Tod verarbeitet. Ziemlich schnell hat jeder jeden verdächtigt in der Sache mit drin zu stecken, doch Lösungsansätze oder Fluchtversuche gab es eigentlich keine.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig, was mich trotz fehlender Spannung durch die Seiten fliegen ließ. Gut gefallen haben mir die vielen Anspielungen an Serien, Filme und Hits der 80er Jahre. Mehr als einmal hatte ich einen Ohrwurm, der mich stundenlang begleitet hat.

Die große Auflösung zum Schluss fand ich dann leider an den Haaren herbei gezogen und hat für mich nicht zur Story gepasst.

Die Bücher von Jonas Winner und ich werden glaub ich keine Freunde.

Fazit: Keine neue Idee und auch an der Ausführung haperte es. Spannung kam bei mir leider nicht auf. 2,5 von 5 Sternen.

Samstag, 25. Mai 2019

Wie Eulen in der Nacht von Maggie Stiefvater







Titel: Wie die Eulen in der Nacht
Originaltitel: „All the crooked saints“
Autor: Maggie Stiefvater
Seiten: 304
Verlag: Knaur
Format: Klappenbroschur
ISBN:
978-3-426-52282-0
Preis: 14,99 EUR





In der Wüste Colorados lebt die Familie Soria. Wer ein Wunder sucht, ist hier genau richtig. Doch die Wunder, die die Familie wirkt, sind unberechenbar und wer sie nicht beenden kann, der muss teuer dafür bezahlen. Die erste Regel der Familie lautet: misch dich nicht in die Wunder ein. Doch eines Tages bricht Daniel Soria die wichtigste Regel und mischt sich ein.



Ich liebe die Bücher von Maggie Stiefvater und ich habe mich sehr gefreut, als „Wie die Eulen in der Nacht“ erschienen ist. Das Buch ist ein absoluter Hingucker, die Farben stechen ins Auge und auch der orange Buchschnitt fällt sehr auf. Doch hier trifft das Sprichwort „Beurteile ein Buch nie nach dem Einband“ voll zu. „Wie die Eulen in der Nacht“ konnte mich gar nicht überzeugen.

Den Anfang fand ich leider schon sehr zäh, langatmig und langweilig. Es gab viel zu viele Aufzählungen und Beschreibungen. Maggie Stiefvater hat hier einen sehr poetischen Schreibstil, der mit allerdings zu viel war. Ich kam einfach nicht in die Geschichte rein, Erst als ein paar Dialoge hinzukamen, wurde die Geschichte ein wenig interessanter. Doch leider nicht genug, so dass ich mich wirklich zwingen musste weiterzulesen.

Die Charaktere wirkten alle sehr flach und waren nicht wirklich ausgearbeitet. Ich habe auch lange gebraucht, um zu verstehen, worum es eigentlich geht und was die Wunder bedeuten.

Fazit: Für mich leider absolut enttäuschend, langweilig und langatmig. 1 von 5 Sternen.