Dienstag, 4. Januar 2011

Erbarmen von Jussi Adler-Olsen



Der Albtraum einer Frau.
Ein dämonischer Psychothriller.
Der erste Fall für Carl Mørck
vom Sonderdezernat Q in Kopenhagen. 


Die verzerrte Stimme kam aus einem Lautsprecher irgendwo im Dunklen: »Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Du bist jetzt hier seit 126 Tagen, und das ist unser Geburtstagsgeschenk: Das Licht wird von nun an ein Jahr lang eingeschaltet bleiben. Es sei denn, du weißt die Antwort: Warum halten wir dich fest?«
Am 2. März 2002 verschwindet eine Frau spurlos auf der Fähre von Rødby nach Puttgarden, man vermutet Tod durch Ertrinken. Doch sie ist nicht tot, sondern wird in einem Gefängnis aus Beton gefangen gehalten.
Wer sind die Täter?
Was wollen sie von dieser Frau?
Und: Kann ein Mensch ein solches Martyrium überleben?
 
Nach dieser Beschreibung hatte ich einen spannenden Psychothriller erwartet, der die Gefühlslage der gefangenen Merete wiederspiegelt und gleichzeitig die Ermittlungen von Carl Mørck beschreibt.

Das Buch beginnt leider bereits sehr schleppend, die Zeitsprünge zwischen den Jahren 2007 und 2002 verwirren anfangs sehr. Die Entführung bzw. Gefangennahme von Merete erfolgt erst nach ca 80 Seiten. Der Hauptteil des Buches ist Carl Mørck gewidmet. Leider ein sehr unsympatischer „Held“ dem ich sein Schicksal doch sehr gegönnt hattet. Einblicke in Meretes Leiden erfolgen leider nur sporadisch und sehr kurz.

Wirklich spannend fand ich das Buch nicht, da ich bereits früh wusste, wer für die Entführung verantwortlich war. Abgebrochen hab ich das Buch dennoch nicht, da ich wissen wollte wie Mørck Merete findet und befreit. Der Showdown war dann tatsächlich noch ein wenig spannend.

Fazit: Kein Reißer, aber auch nicht wirklich schlecht. Da das Buch bereits lange auf der Bestsellerliste zu finden ist, lohnt sich das Lesen um Mitreden zu können.
Wer einen spannenden Psychothriller sucht, sollte lieber ein anderes Buch lesen
Ob ich die weiteren Bände von Carl Mørck lesen werde, weiß ich noch nicht. Die Wahrscheinlichkeit ist eher gering.