Donnerstag, 27. Januar 2011

Die Schwester von Jack Ketchum


Arizona, 1848. Kurz nach dem Mexikanisch-Amerikanischen Krieg.

Schicksal und Pulverdampf führen dazu, dass sich die Wege des Reporters und Gelegenheitstrinkers Marion T. Bell, des beinahe legendären Revolverhelden John Charles Hart und des raubeinigen Mother Knuckles im Grenzgebiet kreuzen. Noch ganz andere Mächte sind am Werk, als die drei über Elena stolpern, eine wilde, schwer misshandelte junge Frau, die den drei Männern von ihrer Entführung und unvorstellbaren Gräueln in einem Sklavenlager jenseits des Flusses berichtet.
Das Lager wird von den grausamen Valenzura-Schwestern und ihrem Handlanger Paddy Ryan beherrscht. Für sie sind die alten Götter Mexikos auch 300 Jahre nach Cortez noch äußerst lebendig. Blut für Regen. Blut für Macht. Und Elenas Schwester ist noch immer in ihrer Gewalt...


Ich liebe Jack Ketchum und ich habe mich sehr gefreut, als ein weiteres seiner Bücher auf Deutsch erschien. Die Enttäuschung war allerdings groß, als ich das „Buch“ dann in Händen hielt… Insgesamt nur 97 Seiten, wobei die letzten 10 Seiten nur ein Interview und ein Nachwort eines Journalisten enthalten.
Gut, dann halt nur eine Kurzgeschichte. Ein Horror-Western. Die Geschichte liest sich flüssig, die Charaktere sind trotz der Kürze gut ausgearbeitet. Auf den Horror wartete ich leider bis zum Schluss vergebens.

Fazit: Netter Thriller, aber ein enttäuschender Jack Ketchum. Gute Story, die als ausgearbeiteter Roman mehr hergegeben hätte.