Mittwoch, 11. Mai 2011

Virals - Tote können nicht mehr reden von Kathy Reichs



Tory Brennan ermittelt

Die vierzehnjährige Tory Brennan ist die Nichte der berühmten forensischen Anthropologin Tempe Brennan. Mit ihr teilt sie zwei Dinge: den Instinkt für Verbrechen – und den unbedingten Willen, diese aufzuklären ...

Auf einer einsamen Insel findet Tory die vergrabenen Knochen eines vor etwa 30 Jahren verstorbenen jungen Mädchens. Torys Versuch, gemeinsam mit ihren Freunden die Identität des Mädchens zu lüften, erweist sich als gefährlicher als erwartet: Bei der Toten handelt es sich um die damals sechzehnjährige Katherine Heaton, deren Verschwinden nie aufgeklärt wurde. Die Spuren des Verbrechens reichen bis in die Gegenwart, bis in ein Labor, in dem wissenschaftliche Experimente mit dem gefährlichen Parvovirus vorgenommen werden. Tory und ihre Freunde infizieren sich mit dem Virus – und erlangen dadurch eine erhöhte Wahrnehmungsfähigkeit, die ihnen bei ihren Recherchen zugutekommt. Denn der Mörder von Katherine Heaton tut alles dafür, dass das Verbrechen nicht ans Tageslicht gebracht wird…


Tory ist nach dem Tod ihrer Mutter zu ihrem Vater gezogen. Er arbeitet als Wissenschaftler in einem Institut, das auf einer Insel seinen Firmensitz hat. Tory und ihre Freunde dürfen als Kinder der Angestellten ihre Freizeit auf dieser Insel verbringen. Tory hat sich dort mit einem Wolfswelpen angefreundet. Dieser ist jedoch seit einigen Tagen verschwunden. Als sie nachts eine Leiche mit einer seltsamen Metallplakette auf der Insel finden. Brechen Sie in das Institut ein, um die alte Metallplakette zu reinigen. Dort finden sie den Welpen in einem Labor. Die Jugendlichen befreien den Welpen und verstecken in einer Höhle. Dem kleinen geht es nicht gut und auch Tory und ihre Freunde werden plötzlich krank. Zusätzlich werden sie unter Druck gesetzt, die Ermittlungen nach dem Mörder einzustellen.

Ein Jugendbuch von Forensik-Thriller-Meisterin Kathy Reichs. Ich ging mit geringen Erwartungen an das Buch heran, da mir letzten Thriller um Tempe Brennan nicht mehr gefallen hatten. Erfreulicherweise wurde ich sehr positiv überrascht! Im Gegensatz zu den Thrillern kommt dieses Jugendbuch ohne Fachwörter aus. Es liest sich flüssig, da der Schreibstil eher einfach ist. Durch die gut ausgearbeiteten und sympathischen Charaktere konnte ich mich gut in die Geschichte hineinversetzen. Die Story hatte kaum Längen, das Lesen hat mir dadurch sehr viel Spaß gemacht und ich hatte das Buch schnell durch. Etwas unrealistisch fand ich allerdings, das Tory, ein 14jähriges Mädchen, einem Skelett nach einem Blick das Alter, das Geschlecht und die Verletzungen zu Ordnen kann, nur weil sie die Nichte von Tempe Brennan ist. Und dass, obwohl sie ihre Tante kaum kennt. Auf die Erwähnung von Dr. Brennan könnte man auch gut verzichten. Wurde wohl aufgrund des Wiedererkennungswertes verwendet.

Fazit: Spannenes Jugendbuch, um Längen besser als die letzten Thriller von Kathy Reichs.