Mittwoch, 25. Mai 2011

Polsprung - Die Welt spielt verrückt von Daniel Westland



Gestrandete Wale, instabile Mobilfunknetze. Mysteriöse Flugzeugabstürze, Flutwellen und Erdbeben. Die Welt gerät aus den Fugen. Der 16-jährige Alex und seine Freundin Isa sind sicher, dass etwas Seltsames geschieht. Als dann auch noch Alex´ Vater, ein bekannter Physiker, entführt wird und nur eine verschlüsselte Nachricht hinterlässt, steht fest: Alex muss mit dem Rest seiner Familie und Isa schnellstmöglich das Land verlassen und Kontakt zu einem russischen Wissenschaftler aufnehmen. Nur so ist die totale Katastrophe für die Menschheit zu verhindern. Werden sie den Forscher rechtzeitig finden? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt...


Alex ist mit seiner Familie und seiner Freundin in Portugal im Urlaub. Bei einem Spaziergang findet Alex einen gestrandeten Wal. Als er ihn seiner Freundin Isa zeigen will, ist er spurlos verschwunden. Auch an einem  stark frequentierten Strand wird ein Wal angespült. Dieser wird von unbekannten Soldaten „entsorgt“.  Als Alex einen Bekannten seiner Mutter übers Internet kontaktieren will, fällt immer wieder die Verbindung aus. Zudem gibt es immer wieder Nachrichten über schwere Erdbeben. Plötzliche wird auch noch Alex´ Vater entführt. Mit einer verschlüsselten SMS Ales eine Nachricht übermitteln. Alex, Isa, seine Mutter und seine kleine Schwester sind nun auf der Flucht und versuchen einen russischen Wissenschaftler zu finden, um den Weltuntergang zu verhindern.

Das Buch wirkt nach den letzten Naturkatastrophen, vor allem in Japan sehr real. Erdbeben, Tsunami, Stürme alles gab es in letzter Zeit tatsächlich oft. Die Geschichte ist spannend und liest sich gut. Da das Buch nur 236 fasst und groß gedruckt ist, ist es wieder nur was für zwischendurch.  Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Nur Isa fand ich etwas unrealistisch, mit ihr wurde ich auch gar nicht warm.  Die Story hätte noch etwas vertieft werden können, teilweise wirkt die Handlung sehr oberflächlich und die Ereignisse überschlagen sich förmlich. Das sonst sehr realistische Buch endet leider sehr unrealistisch. Die Jugendlichen finden ohne große Probleme eine Lösung um den Polsprung aufzuhalten. Das ist den Wissenschaftlern, unter anderem Alex´ Vater jahrelang nicht gelungen…

Fazit: Erschreckend realistischer Anfang. Spannendes Jugendbuch, für Erwachsenen etwas zu seicht.