Freitag, 6. Mai 2011

Opus - Das verbotene Buch von Andreas Gößling




Deutschland im Jahr 1499: Die Welt scheint aus den Fugen. Auf den Scheiterhaufen brennen Hexen und Ketzer. Aufstände verarmter Landleute werden rücksichtslos niedergeschlagen. Wanderprediger ziehen von Flecken zu Flecken und verkünden den bevorstehenden Weltuntergang. Als dem 15-jährigen Amos Das Buch der Geister anvertraut wird, ahnt er nicht, dass sich sein Leben für immer verändern wird. Denn wer dieses Buch gelesen hat, in dem werden magische Fähigkeiten wach. Amos´ Auftrag: Das Buch der Geister zu seinem ausersehenen Empfänger bringen. Doch für wen ist es überhaupt bestimmt? Eine atemlose Jagd beginnt. Amos´ Leben gerät in größte Gefahr, denn die Zensur ist auf das Buch aufmerksam geworden. Die Häscher der Inquisition und der Zensurbehörde setzen alles daran, das Buch in ihren Besitz zu bringen...


Amos von Hohenstein wächst nach dem Tod seiner Eltern bei seinem Onkel auf. Auf dessen Land wohnt der Gelehrte Kronus. Amos hat sich mit ihm angefreundet und geht ihm zur Hand. Als Amos´ Onkel überfallen wird, vertraut Kronus ihm das Buch der Geister an. Dieses Buch ermöglicht übersinnliche Kräfte. Amos hat bereits einen Teil davon gelesen und ist in der Lage mit dem Geist zu kommunizieren. Jetzt  soll er es vor der Inquisition retten und nach Nürnberg zum Opus Spiritus bringen. Auf der Flucht vor den Bücherjägern steht ihm seine Freundin Klara bei, die auch einen Teil des Buches kennt. Aber will der Orden Opus Spiritus wirklich nur gutes mit dem Buch bewirken?

Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, ein historischer Jugendroman mit fantastischen Elementen. Leider wurden meine hohen Erwartungen enttäuscht. Der historische Teil ist weder realistisch noch  sind die Fakten gut umgesetzt worden. Der fantastische Teil besteht nur aus den „magischen“ Kräften, die Amos erlernt, nachdem er das Buch der Geister gelesen hat. Der Großteil des Buch beschäftigt sich mit Amos´ Flucht vor der Inquisition. Hört sich spannend an, ist es aber leider nicht. Die Geschichte zieht sich und ich musste mich zwingen weiter zu lesen. Ganz besonders genervt hat mich Johannes der Gehilfe des Buchzensors, der sich im Laufe des Buches mehr und mehr in etwas verwandelte, dass mich stark an Gollum aus Herr der Ringe erinnerte. Zudem stören die Geschichten aus dem Buch der Geister den sowieso kaum vorhandenen Lesefluss enorm! Am Schluss des Buches kam doch noch etwas Spannung auf und dann war es plötzlich zu Ende. Weiter geht´s in Teil zwei. Ziemlich ärgerlich. Da hab ich mich durch 507 Seiten gequält und dann gibt es kein Ende… Nachdem mir „Opus – Das verbotene Buch“ gar nicht gefallen hat, werde trotz dem Cliffhanger den zweiten Teil nicht lesen.

Fazit: Verspricht viel, hält jedoch nur wenig. Langweilig und zäh zu lesen.