Donnerstag, 4. August 2011

Mein fahler Freund von Isaac Marion



R ist ein Zombie. Es ist ihm peinlich, dass er sich nur an den ersten Buchstaben seines Namens erinnern kann. Wie die anderen Zombies verbringt R seine Zeit mit Herumstehen und Stöhnen. Was die Wenigsten wissen: Tot sein ist leicht. Bei einem der Raubzüge in der Stadt trifft R auf Julie. Dummerweise hat er gerade das Hirn ihres Freundes gegessen. R weiß nicht warum, aber er verliebt sich unsterblich in Julie - ausgerechnet in ein lebendes menschliches Wesen. »Mein fahler Freund« erzählt die Geschichte des bestaussehenden und charmantesten Zombies aller Zeiten.


Die meisten Zombies verbringen ihre Zeit mit herumstehen, hin und her schwanken, stöhnen und fressen. Doch R ist anders. Er möchte sich an sein Leben erinnern und sammel deshalb Dinge aus der Vergangenheit. Auf einem Beutezug rettet er aus einem Impuls heraus Julie. Julie ist kein Zombie, sondern ein Mensch, also eigentlich eine Mahlzeit. Doch R möchte sie nicht fressen, sondern besser kennenlernen. Je mehr Zeit die beiden mit einander verbringen, desto mehr verliebt sich R in Julie. Und auch Julie entwickelt Gefühle für R.

Bereits die ersten zwei Sätze des Buches ließen mich schmunzeln: „Ich bin tot, aber es ist nicht so schlimm. Ich habe gelernt damit zu leben.“ Zuerst dachte ich, dass es sich um eine witzige Geschichte handelt. Wirklich witzig ist das Buch zwar nicht, aber es hat viel Spaß gemacht es zu lesen. Gerade weil R als Zombie etwas unbeholfen unterwegs ist. R ist ein wirklich sympathischer Charakter, obwohl er ein Zombie ist. Mit Julie konnte ich mich allerdings nicht viel anfangen. Sie war mir zu oberflächlich und zu unrealistisch. Ihr Freund wurde gefressen und sie wurde von einem Zombie entführt und sie trauert nicht und denkt nur daran, dass sie was essen möchte…  Die Love-Story ist gut verpackt und wirkt nicht abgedroschen. Insgesamt war ich sehr positiv überrascht von dem Buch. Vor allem das wunderschöne Ende hat es mir angetan.

Fazit: Eine etwas andere Lovestory. Abwechslungsreich, kurzweilig und wirklich lesenswert!

Vielen Dank an Klett-Cotta und an Blog dein Buch für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
Wer jetzt neugierig geworden ist, kann das Buch hier bestellen.