Dienstag, 26. Juli 2011

Glühende Dunkelheit von Gail Carriger



Nachdem Miss Alexia Tarabotti in Notwehr einen Vampir getötet hat, steht sie nun dem Alpha-Werwolf Lord Maccon gegenüber – dem Chefermittler der Queen für übernatürliche Angelegenheiten. Als dieser sich weigert, sie in die Ermittlungen einzubeziehen, beschließt Alexia, selbst nachzuforschen, was hinter dem Angriff auf sie steckt. Und plötzlich befindet sie sich nicht nur tief in einer Intrige gegen das Britische Empire – sie sieht auch ihr Herz durch den attraktiven Lord Maccon bedroht…

Miss Alexia Tarabotti ist nicht natürlich aber auch nicht übernatürlich. Alexia ist eine Außernatürliche, denn sie hat keine Seele. Als sie in Notwehr einen Vampir tötet muss sie sich Lord Maccon stellen, dieser ist nicht nur der Leiter der BUR, sondern auch ein attraktiver Werwolf. Als dieser ihr keinen Einblick in die Ermittlungen gibt, fängt Alexia selbst an nachzuforschen, warum sich dieser Vampir so seltsam benommen hat. Alexia fühlt sich zwar zu Lord Maccon hingezogen, gleichzeitig kann sie ihn jedoch nicht ausstehen. Alexia findet sich nun in einem Zwiespalt ihrer Gefühle und einer aufregenden Ermittlung wieder.


Vampire und Werwölfe im viktorianischen Zeitalter? Das Buch musste ich lesen! Positiv überrascht wurde ich dann noch von Steampunkelementen, die ich nicht erwartet hatte. Lord Maccons anzügliche Bemerkungen, die von Alexia schlagkräftig zurückgewiesen werden haben mich sehr zum Lachen gebracht. Zugleich wohnt diesem Wortwechsel auch eine gewisse Romantik bei, die mir wirklich gefallen hat und etwas an Jane Austen erinnert. Der Schreibstil war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Nach ein paar Seiten Eingewöhnung hatte ich aber keine Probleme mehr damit. Die Charaktere sind wunderbar beschrieben. Mein Lieblingscharakter war eindeutig Lord Akeldama, ein schwuler Vampir. Und genau wie Gail Carriger Lord Akeldama beschrieben hat, würde ich mir auch einen schwulen viktorianischen Vampir vorstellen. Ich freue mich schon sehr auf die weiteren Bände der Serie.

Fazit: Abwechslungsreicher, witziger und romantischer Steampunk-Roman mit Werwölfen und Vampiren. Sehr lesenswert!