Samstag, 4. Juni 2016

Das Dating-Projekt von Melissa Pimentel




 
Titel: „Das Dating-Projekt“
Originaltitel: Age, Sex, Locations
Autor: Melissa Pimentel
Seiten: 494
Verlag: Manhatten
Format: Klappbroschur
ISBN: 978-3-442-54763-0
Preis: 14,99 EUR


 



Die Amerikanerin Lauren ist nach London gezogen um über eine gescheiterte Beziehung hinwegzukommen und einen Neuanfang zu starten. Eine neue Beziehung sucht sie nicht und möchte nur ihren Spaß haben. Leider sind die britischen Männer nicht wie erwartet und die ganze Sache läuft nicht wie sie soll. Lauren beschließt ein Experiment zu starten und jeden Monat einen anderen Dating-Ratgeber zu testen.


Das Cover ist durch das dominierende Rot sehr auffällig, gefällt mir aber leider gar nicht.

Die Grundidee des Buches hat mir sehr gut gefallen und war sehr vielversprechend. Die Ausführung hat mir jedoch leider nur bedingt gefallen.

Die Protagonistin Lauren war mir nicht wirklich sympathisch. Die meiste Zeit raucht und trinkt sie und ist auf der Suche nach einem Sexpartner. Immer wieder wird ihr Ex Dylan erwähnt und dass sie ihn wohl ziemlich verletzt hat. Was allerdings damals passierte wird erst ganz zum Schluss aufgeklärt. Diese Andeutungen haben mich ziemlich genervt und ich hätte mir eine frühere Aufklärung gewünscht um Lauren ein bisschen besser verstehen zu können. Insgesamt empfand ich Lauren als eine sehr oberflächliche Person.

Die Ratgeber die Lauren testet gibt es tatsächlich und viele der Tipps sind wirklich unglaublich dämlich. Lauren lässt sich davon jedoch nicht abschrecken und zieht die Tipps des jeweiligen Ratgebers jeden Monat gnadenlos durch. Teilweise mit Erfolg, teilweise ohne. Die Ergebnisse hält sie am Ende des Monats in einer Zusammenfassung fest. Am Ende des Buches gibt es eine Bibliographie und Quellennachweis, in dem die getesteten Ratgeber aufgelistet sind.

Das Buch ist in Tagebuchform aufgebaut und liest sich manchmal wie ein Tatsachenbericht. In einer   Anmerkung der Autorin am Ende des Buches erfährt man, dass sie tatsächlich ein Ähnliches Experiment selbst durchgeführt hat und so die Idee für das Buch bekam.
Es gibt allerdings nicht für jeden Tag einen Eintrag. Oft werden Tage, manchmal auch eine Woche übersprungen. Hier hätte ich mir mehr Infos über den Verlauf und auch den Inhalt der Tests gewünscht und dafür lieber einen Ratgebertest weniger. Das Ende kam dann sehr plötzlich und ich fand es etwas unrealistisch.

Gut gefallen hat mir, dass im Buchdeckel Cocktail-Rezepte abgedruckt sind, auch wenn diese mit dem Buch eigentlich nichts zu tun haben.

Fazit: Grandiose Grundidee, an der Ausführung hapert es jedoch. Ein oberflächlicher und langgezogener Roman. 3 von 5 Sternen.