Dienstag, 18. Januar 2011

Schweigt still die Nacht von Brenna Yovanoff



Mackie Doyle lebt in Gentry, einer Kleinstadt in der amerikanischen Provinz. Doch die Welt, aus der er stammt, birgt Tunnel bis tief unter die Erde und bodenlose schwarze Tümpel, sie beherbergt wandelnde Tote und eine Herrscherin, so grausam wie die Nacht. Vor vielen Jahren wurde Mackie ausgetauscht – anstelle eines menschlichen Babys in dessen Wiege zurückgelassen. Er würde alles dafür tun, ein normales Leben zu führen, unbemerkt von neugierigen Augen, doch die andere Seite der Nacht ruft ihn: Als wieder ein Kind verschwindet, die Schwester seiner großen Liebe Tate, weiß Mackie, dass er sich den dunklen Kreaturen tief unter der Stadt stellen und endlich seinen Platz finden muss – in unserer Welt oder ihrer.
  
Der Debütroman von Brenna Yovanoff liest sich flüssig. Die Hauptperson Mackie war mir auf Anhieb sympathisch. Er hat in seiner Schule ein wenig die Außenseiterrolle. Er reagiert auf Eisen allergisch und kann auch kein Blut sehen.
Im Laufe der Geschichte erfährt man, warum Mackie diese Schwierigkeiten hat. Er ist kein Mensch sondern ein Wechselbalg. Da das Eisen in langsam vergiftet schließt er mit der Morrigan einen Pakt um eine dringend benötigte Tinktur zu bekommen. Die Morrigan klärt ihn über sein Leben und die Geheimnisse der „Anderen“ auf. Um ein kleines Kind zu retten wendet er sich gegen sein Volk und begibt sich in große Gefahr.

Fazit: Eine nette, kurzweilige und spannende Fantasygeschichte. Den beworbenen Grusel habe ich jetzt doch nicht gefunden. Ein guter Debütroman, der auf weitere spannende Werke hoffen lässt.

Vielen Dank an Lovelybooks für das Leseexemplar!

Sonntag, 16. Januar 2011

Die Flammende von Kristin Cashore


Wer das Mädchen mit den Haaren wie Feuer einmal gesehen hat, wird sie nie wieder vergessen: Fire übt eine unwiderstehliche Macht auf alle Lebewesen in ihrer Nähe aus. Zudem kann sie in die Gedanken anderer Menschen eindringen - nur nicht in die von Prinz Brigan. Was für ein Mensch ist dieser unnahbare Feldherr, und welche Rolle spielt er im Kampf um den Thron? Fire kann sich dem Netz aus Verschwörungen, das sich um sie herum entspinnt, nicht entziehen. Ebenso wenig wie dem Mann, der so widerstreitende Gefühle in ihr hervorruft ...


Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, weil ich „Die Beschenkte“ sehr gut fand. Meine hohen Erwartungen wurden leider enttäuscht.

Lady Fire ist ein Monster, d. h. sie ist unglaublich schön und kann mit ihren Gedanken das Bewusstsein von Menschen und Tieren beeinflussen. Leider ist sie auch ein sehr flacher Charakter. Ich fand überhaupt keinen Zugang zur ihr, weder fand ich sie sympathisch noch unsympathisch. Eigentlich war sie mir sogar egal. Schlecht für die Protagonistin in einem Buch.

Aufgrund der Beschreibung hatte ich eine romantische und spannende Fantasygeschichte erwartet. „Die Flammende“ ist leider weder noch. Keinerlei Romantik und auf Spannung hab ich bis zum Schluss gewartet. Ich musste mich teilweise sehr zwingen das Buch zu Ende zu lesen.

Fazit: Das schlechteste Buch, das ich seit langem gelesen habe. An „Die Beschenkte“ reicht das Buch lange nicht heran. Wer sich auf eine ähnliche Geschichte gefreut hat, wird sehr enttäuscht sein.

Donnerstag, 13. Januar 2011

Ascheherz von Nina Blazon


Ihr Kuss meint Tod, ihre Liebe Leben

Seit einem Unfall ist Summers Gedächtnis wie ausgelöscht. Sie weiß nur eines: Der Blutmann, der sie in ihren Albträumen verfolgt, ist nun in ihr Leben getreten und will sie töten. Und er scheint nicht der Einzige zu sein, der sie verfolgt. Der geheimnisvolle, engelhaft schöne Anzej rettet ihr das Leben. Auf ihrer gemeinsamen Flucht in das ferne Nordland muss Summer erkennen, welchen Verrat sie vor Jahrhunderten begangen hat: Einst gehörte sie zu den Zorya, deren Kuss den Sterblichen den Tod bringt. Doch einem Mann mit sanften Augen, der in ihren Armen sterben sollte, schenkte sie die Ewigkeit. Nun fordert Lady Mar, die Herrin des Todes, das Leben zurück, um das sie betrogen wurde. Kann Summer den Tod ein weiteres Mal überlisten oder muss sie ihre Liebe opfern, um selbst Lady Mars tödlichem Kuss zu entgehen?

Aufregende Mischung aus moderner Welt und zeitloser Todesmystik.


Romantisch und düster, fesselnd und geheimnisvoll.
Anfangs fand ich nur schwer Zugang zu Summer. Die Protagonistin blieb auch bis zum Schluss eher unsympathisch. Trotzdem konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Der flüssige Schreibstil von Nina Blazon ließ mir das 542 Seiten starke Buch wesentlich dünner erscheinen. Die Geschichte der Zorya und vorallem die des Tänzer Licht fand ich wunderschön. Die Länge der Liebesgeschichte fand ich allerdings insgesamt zu lang. 200 Seiten weniger hätten es auch getan…

Fazit: Nette Fantasy-Liebesgeschichte, die mich jedoch nicht ganz überzeugt hat. Insgesamt hatte ich mehr erwartet.

Samstag, 8. Januar 2011

Zwischen Nacht und Dunkel von Stephen King


Schuld, Sühne, Rache, Gerechtigkeit -
Stephen King at his best!

Stephen King gilt als größter Geschichtenerzähler unserer Zeit. Nun legt er vier Kurzromane vor, die alle ein Thema haben: Vergeltung! Ob als Täter oder Opfer, unschuldig oder schuldig, durch Schicksal oder Absicht – wir kommen in Situationen, die uns eine Entscheidung abverlangen: Wie weit muss ich gehen, bis mir Gerechtigkeit widerfährt? Manchmal muss man sehr weit gehen ...

„1922”: Ein Vater überredet seinen Sohn auf perfide Weise, gemeinsam mit ihm die Ehefrau/Mutter umzubringen – und der Horror für den Rest des Lebens der beiden nimmt seinen Anfang.

„Big Driver”: Die Schriftstellerin Tess wird nach einer Lesung brutal vergewaltigt. Sie will auf eigene Faust Vergeltung üben ...

„Faire Verlängerung”: Der schwer krebskranke Streeter geht einen teuflischen Pakt ein. Seine Genesung und sein Glück scheinen fortan Unglück und Untergang für andere zu sein. Kann er dem Einhalt gebieten? Will er das überhaupt?

„Eine gute Ehe”: Zufällig entdeckt Darcy, dass der Mann, mit dem sie 27 Jahre lang glücklich verheiratet ist, ein Doppelleben als wahres Ungeheuer führt. Bis dass der Tod euch scheidet ... ist das der einzige Ausweg?

Vier grandiose, bislang unveröffentlichte Kurzromane.



Endlich! Der King of Horror ist zurück!

Lange habe ich mich nicht mehr an Bücher von Stephen King getraut, da mir die neueren absolut nicht gefielen.
Da ich dieses Buch zu Weihnachten geschenkt bekam, habe ich´s natürlich zügig gelesen und ich wurde nicht enttäuscht. Stephen King hat endlich zu seiner alten Form zurückgefunden!

Dieses Buch kommt, bis auf die Geschichte „Faire Verlängerung“, ganz ohne Übernatürliches aus. Hier geht es nur um die Abgründe menschlicher Seelen, um Taten und ihre Konsequenzen.

Fazit: Wer den alten Stephen King liebt wird um dieses Buch nicht drum rum kommen!

Dienstag, 4. Januar 2011

Erbarmen von Jussi Adler-Olsen



Der Albtraum einer Frau.
Ein dämonischer Psychothriller.
Der erste Fall für Carl Mørck
vom Sonderdezernat Q in Kopenhagen. 


Die verzerrte Stimme kam aus einem Lautsprecher irgendwo im Dunklen: »Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Du bist jetzt hier seit 126 Tagen, und das ist unser Geburtstagsgeschenk: Das Licht wird von nun an ein Jahr lang eingeschaltet bleiben. Es sei denn, du weißt die Antwort: Warum halten wir dich fest?«
Am 2. März 2002 verschwindet eine Frau spurlos auf der Fähre von Rødby nach Puttgarden, man vermutet Tod durch Ertrinken. Doch sie ist nicht tot, sondern wird in einem Gefängnis aus Beton gefangen gehalten.
Wer sind die Täter?
Was wollen sie von dieser Frau?
Und: Kann ein Mensch ein solches Martyrium überleben?
 
Nach dieser Beschreibung hatte ich einen spannenden Psychothriller erwartet, der die Gefühlslage der gefangenen Merete wiederspiegelt und gleichzeitig die Ermittlungen von Carl Mørck beschreibt.

Das Buch beginnt leider bereits sehr schleppend, die Zeitsprünge zwischen den Jahren 2007 und 2002 verwirren anfangs sehr. Die Entführung bzw. Gefangennahme von Merete erfolgt erst nach ca 80 Seiten. Der Hauptteil des Buches ist Carl Mørck gewidmet. Leider ein sehr unsympatischer „Held“ dem ich sein Schicksal doch sehr gegönnt hattet. Einblicke in Meretes Leiden erfolgen leider nur sporadisch und sehr kurz.

Wirklich spannend fand ich das Buch nicht, da ich bereits früh wusste, wer für die Entführung verantwortlich war. Abgebrochen hab ich das Buch dennoch nicht, da ich wissen wollte wie Mørck Merete findet und befreit. Der Showdown war dann tatsächlich noch ein wenig spannend.

Fazit: Kein Reißer, aber auch nicht wirklich schlecht. Da das Buch bereits lange auf der Bestsellerliste zu finden ist, lohnt sich das Lesen um Mitreden zu können.
Wer einen spannenden Psychothriller sucht, sollte lieber ein anderes Buch lesen
Ob ich die weiteren Bände von Carl Mørck lesen werde, weiß ich noch nicht. Die Wahrscheinlichkeit ist eher gering.

Montag, 3. Januar 2011

Weitere Challenge


Heute hab ich noch eine interessante Challenge gefunden:

Jugendbuch Challenge von Nobody Knows



Nicht ganz einfach bei 25 Jugendbüchern, die 2011 erscheinen, aber es soll ja eine Herausforderung sein.

Das letzte Weihnachtsgeschenk hab ich heute auch erhalten, passend zur Stephen King Challenge:

Sonntag, 2. Januar 2011

Challenges 2011

Neues Jahr, neue Projekte!  The Mortal Bookshelf, Fantasy-Fans.eu, Books Unbound und Book Chick City haben einige neue Lese-Challenges ins Leben gerufen.

Nachdem sich diese sehr gut kombinieren lassen, werde ich dieses Jahr wohl an ein paar teilnehmen:

Ich wollt sowieso mehr Stephen King lesen... Da kommt diese Challenge gerade recht

Horror und Urban Fantasy? Super!


Sehr interessant finde ich: 


Mit zwei bis vier Büchern die Woche sollte es zu schaffen...


So, nun die große Preisfrage... mit was fang ich an? ;)