Mittwoch, 27. April 2016

Das Haus der Lügen von Stephanie Lam




 
Titel: "Das Haus der Lügen“ 
Originaltitel: The Mysterious Affairs at Castaway House
Autor: Stephanie Lam
Seiten: 480
Verlag: Page & Turner
Format: Klappbroschur
ISBN: 978-3-442-20445-8
Preis: 12,99 EUR


 


Der 19jährige Robert Carver besucht 1924 aufgrund seiner angeschlagenen Gesundheit seinen Cousin Alec Bray in Castaway House am Meer. Dort lernt er die Nachbarstochter Lizzie kennen und auch mit Mrs. Bray verbindet ihn etwas. Doch schon bald ist sein unbekümmerter Urlaub am Meer vorbei und dunkle Zeiten beginnen.
40 Jahre später wurde das einst herrschaftliche Castaway House in Wohnungen aufgeteilt. Die 18jährige Rosie ist eine der Mieterinnen. Plötzlich taucht dort ein alter, ziemlich verwahrloster Mann auf. Er hat sein Gedächtnis verloren und Rosie nimmt sich seiner an. Nach und nach erinnert er sich an seine Vergangenheit und ein lang gehütetes Geheimnis kommt ans Licht.


Das Cover und der Titel versprechen einen spannenden Roman über ein Familiengeheimnis. Leider konnte das Buch dieses Versprechen nicht halten. Die Geschichte verlief ziemlich langsam und zäh und mir war lange nicht klar, wo die Autorin hin möchte und auch die Zusammenhänge waren nicht erkennbar. Ich brauchte daher ziemlich lange, bis ich in die Geschichte gefunden habe und auch dann konnte sie mich nicht wirklich fesseln.

Die Story spielt auf zwei Zeitebenen, einmal 1924 als Castaway House noch als Privathaus genutzt wurde. Hier fand ich die Beschreibungen von Herrschaften und Personal sehr gelungen und dieser Teil hat mir gut gefallen. Man begleitet Robert Carver der den auf Grund seiner angeschlagenen Gesundheit den Sommer bei seinem Cousin am Meer verbringt. Der andere Teil spielt 1965 und Castaway House wurde in Wohnungen aufgeteilt. Hier ist die 18jährige Rosie die Protagonistin und sie ist überstürzt von zu Hause ausgezogen und schlägt sich nun alleine durch. Ich fand die Charaktere alle sehr oberflächlich und eine Beziehung konnte ich zu keinem aufbauen. Im Verlauf der Geschichte verlieben sich die beiden Protagonisten, aber diese Liebe hat bei beiden keine Zukunft und bleibt recht gefühlsarm. Mir hätte die Geschichte besser gefallen, wenn sie sich auf den Teil in den 1920ern beschränkt hätte.

Auch vom Schluss war ich ziemlich enttäuscht. Die offenen Fäden werden zwar zusammengeführt, jedoch nicht wirklich miteinander verknüpft.

Fazit: Langatmig und gefühllos. Die Geschichte wirkt nicht ganz ausgereift. 3 von 5 Sternen