Dienstag, 19. Juli 2016

Was auch immer geschieht von Bianca Iosivoni

https://www.amazon.de/auch-immer-geschieht-Bianca-Iosivoni/dp/3736302878/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1468955389&sr=8-1&keywords=was+auch+immer+geschieht





Titel: „Was auch immer geschieht“
Autor: Bianca Iosivoni          
Seiten: 384
Verlag: Lyx
Format: eBook          
ISBN:
978-3-7363-0288-4
Preis: 6,99 EUR






Um ihrer Schwester Holly einen großen Wunsch erfüllen, verbringt Callie den Sommer bei ihrer Familie. Doch auch ihr verhasster Stiefbruder Keith ist zu dieser Zeit zu Hause. Callie hält es nicht zusammen mit ihm aus, hat er doch ihren Vater auf dem Gewissen und ihr Leben zerstört. Doch ist es wirklich nur Hass, den sie für ihn empfindet?


Aufgrund des Covers habe ich einen typischen New-Adult-Roman erwartet. Doch meine Erwartungen wurden leider nicht ganz erfüllt.

„Was auch immer geschieht“ dreht sich hauptsächlich um die Gefühlswelt von Callie und wie sie darüber nachdenkt, wie sehr sie Keith hasst. Mit ihr bin ich leider nicht warm geworden. Mit ihrem Hass auf Keith und ihrer Unzufriedenheit hat sie mich ziemlich genervt. Sie hängt stur an ihren Gefühlen, auch wenn sie nach den vergangenen sieben Jahren anders fühlt, will sie es nicht wahrhaben und hängt in ihrem Hass fest.

Von den anderen Familienmitgliedern, insbesondere Keith bekommt man recht wenig mit und eine Beziehung konnte ich zu keinem aufbauen.

Es hat leider auch sehr lange gedauert, bis ich in die Geschichte reinkam. Der Schreibstil hat mich einfach nicht mitgerissen. Erotische Szenen gibt es nur wenige und auch erst recht spät und so ist dieser Roman untypisch für das Genre.

Callie hat  keine Erinnerung mehr an den Unfall und erst nach und nach erinnert sie sich durch die vertraute Umgebung und ihre Begegnungen mit Keith an den Unfallhergang. Was wirklich geschah, war leider keine Überraschung und sehr vorhersehbar.

Sehr gut gefallen hat mir aber das Setting des Buches. Die Kleinstadt in den Südstaaten fand ich sehr heimelig und passt gut in den Sommer.

Fazit: Ungewöhnlicher New-Adult-Roman, der meine Erwartungen nicht ganz erfüllen konnte. 3 von 5 Sternen.
 

Samstag, 9. Juli 2016

Calendar Girl - Verführt: Januar/Februar/März

https://www.amazon.de/Calendar-Girl-Verf%C3%BChrt-Februar-Quartal/dp/3548288847/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1468054221&sr=8-1&keywords=calender+girl




Titel: „Calendar Girl – Verführt: Januar/Februar/März“
Originaltitel: Calendar Girl: Volume one
Autor: Audrey Carlan
Seiten: 368
Verlag: Ullstein
Format: Klappenbroschur
ISBN: 978-3-548-28884-0
Preis: 12,99 EUR






Mia Saunders braucht dringend Geld. Ihr Vater hat hohe Spielschulden und die Geldeintreiber bedrohen sein Leben und das seiner beiden Töchter. Um schnellstmöglich die Schulden begleichen zu können beginnt Mia als exklusives Escort Girl in der Agentur ihrer Tante zu arbeiten. Jeden Monat wird sie für einen andern Mann zur Verfügung stehen. Sex ist im Vertrag jedoch ausdrücklich ausgeschlossen. Und bereit der Erste Mann, Wes zieht sie körperlich sehr an.


Ein Buch, an dem man in diesem Sommer kaum vorbeikommt. Und auch ihr wurde durch den Klappentext und das wirklich schöne Cover auf „Calender Girl“ aufmerksam.

Mia ist eine sehr selbstständige junge Frau und tut alles um ihrer Familie zu helfen. Zuerst hat sie große Zweifel, ob sie wirklich den Job als Escort Girl annehmen soll, werden diese Frauen doch oft mit Prostituierten verglichen. Sex ist zwar in ihrem Vertrag nicht inbegriffen, sollte sei aber doch mit ihren Auftraggebern schlafen, müssen diese ihr eine Extra-Prämie bezahlen. Geld, dass Mia natürlich gut brauchen kann.

Wes hat mir sehr gut gefallen. Natürlich ist er, wie sollte es anders sein, ein Bild von einem Mann. Er ist sehr erfolgreich und vermögend. Er engagiert Mia um sich die Frauen in Hollywood vom Hals zu halten und hat nicht damit gerechnet Gefühle für Mia zu entwickeln. Doch er hat nur 24 mit Tage mit ihr, dann wird sie zum nächsten Mann weiterziehen. Mit dieser Situation kommt er nicht wirklich klar, da er sich mittlerweile ernsthaft in sie verliebt hat.

Mias zweiter Auftrag ist ein Künstler, für den sie die Muse sein soll. Auch Alec ist ist wieder extrem gut gebaut und gutaussehend. Er bevorzugt Mia nackt und verwandelt Fotos von ihr in Gemälde. Alec fand ich etwas anstrengend, er ist Franzose und redet, vor allem beim Sex viel Französisch. Mia muss ihn immer wieder fragen, was er gerade gesagt hat.

Der letzte Mann in diesem Buch ist Anthony Fasano. Tony hat ein großes Geheimnis, um dieses vertuschen zu können hat er Mia engagiert. Sie soll seiner Familie vorspielen seine Verlobte zu sein. Er war mir sehr sympathisch, allerdings bleibt dieser Teil des Buches recht oberflächlich und hätte gerne noch etwas in die Tiefe gehen bzw. auch etwas länger dauern können.

Und wie sollte es anders sein, Toni ist der schönste Mann, den Mia je gesehen hat... Im dritten Teil des Buches fand ich das dann schon ein wenig unglaubwürdig. Natürlich müssen die Männer in Erotik-Romanen gut aussehend sein, aber drei Männer ganz ohne Makel sind etwas übertrieben.

Bevor die Zeit bei den verschiedenen Männern zu Ende geht, bekommt Mia von Ihrer Tante bereits die Infos für Ihren neuen Auftraggeber. So bekommt man bereits einen kleinen Eindruck für den nächsten Teil. Diese Aufklärung gibt es im neuen Teil nicht und es empfiehlt sich daher die unterschiedlichen Teile der Reihe auch in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Die erotischen Szenen haben mir sehr gut gefallen, sie sind gut gesetzt und nicht übertrieben. Sprachlich waren sie tatsächlich erotisch und nicht vulgär. Viel Gefühl bietet der Roman allerdings nicht. Der Schreibstil der Autorin war sehr flüssig und das Buch lässt so schnell lesen.

Teil 2 „Berührt – April/Mai/Juni“ erscheint bereits am 12.08.2016. Die ersten sechs Monate sind jedoch auch bereits als Einzel-eBooks erschienen und können für 2,99 EUR in allen Shops gekauft werden.

Fazit: Gelungener Erotik-Roman mit einer neuen Idee. Gefühl und Romantik sind hier allerdings Mangelware. 4 von 5 Sternen.

Alle Infos über die Buchreihe und ein Gewinnspiel dazu findet ihr hier.

Mittwoch, 6. Juli 2016

Sommer in St. Ives von Anne Sanders

https://www.amazon.de/Sommer-St-Ives-Anne-Sanders/dp/376450546X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1467823492&sr=8-1&keywords=sommer+in+st.+ives




Titel: „Sommer in St. Ives“
Autor: Anne Sanders
Seiten: 416
Verlag: Blanvalet
Format: Klappenbroschur
ISBN: 978-3-7645-0546-2
Preis: 14,99 EUR

 





Lolas Großmutter Elvira will mit ihrer Familie sechs Wochen in Cornwall verbringen. Der Großteil der Familie ist von diesem Wunsch nicht gerade begeistert. Und als Elvira ihnen dann den Grund für die Zusammenkunft mitteilt, fällt die Familie aus allen Wolken. Von einem entspannenden Urlaub kann jetzt keine Rede mehr sein.


Das Cover verspricht einen schönen Sommerroman und hebt sich von den üblichen Cornwall-Romanen ab, auf denen meistens eine Landschaft und Häuser abgebildet sind. Es hat mich direkt angesprochen und der Klappentext hat mich dann endgültig davon überzeugt, dass ich das Buch unbedingt lesen möchte.

Lola und ihr Bruder Luca waren mir von Anfang an sehr sympathisch. Die beiden passen nicht so recht in ihre Familie und sind sehr herzlich und haben einen tollen Humor. Ihre Mutter und Schwester sind anfangs sehr oberflächlich und können nur schwer die positiven Dinge im Leben erkennen. Großmutter Elvira wird als ziemlich kalte Frau beschrieben und tatsächlich zeigt sie kaum ihre Gefühle.

Chase hat es mir von Anfang an angetan. Seine kleine Frotzeleien in Form von Nachrichten auf dem Coffee-To-Go-Becher fand ich wirklich sehr witzig und süß. Lola und er lernen sich schnell besser kennen und es knistert sehr zwischen ihnen.

Der Roman spielt auf mehreren Zeitebenen. Er geht bis 1955 zurück, als Elvira das erste Mal in  Cornwall ist und Sam kennenlernt und springt dann zu weiteren Gegebenheiten, als Elvira und Sam sich wiedersehen. Mir waren die jüngeren Ichs der beiden viel sympathischer als die Älteren. Von dem heutigen Sam bekommt man recht wenig mit und Elvira ist sehr distanziert. Früher waren beide sehr herzlich und man konnte die tiefe Liebe, die die beiden verbindet schnell erkennen, da diese Kapitel aus beider Sicht geschrieben wurde. Am Ende sind die Beweggründe von Elvira sehr gut nachvollziehbar und lassen sie selbst in einem ganz anderen Licht erscheinen.

In der Gegenwart geht es hauptsächlich um Lola und Chase und die Beziehungen innerhalb der Familie. St. Ives hat die gesamte Familie beeinflusst und sie erkennen lassen, was wirklich im Leben zählt.

Der Humor von Anne Sanders hat mir sehr gefallen und ich musste mehr als einmal über Lola lachen. Die Dialoge sind grandios und auch ihre Gedankengänge sind sehr unterhaltsam. Und vor allem Elviras und Sams Geschichte regt zum Nachdenken an.

Der Schreibstil ist trotz der eingestreuten englischen Phrasen sehr flüssig und das Buch lässt sich sehr schnell lesen. Diese Phrasen haben mich anfangs ein bisschen gestört, doch dann fand ich, dass sie wunderbar gepasst haben und noch einmal verdeutlicht haben, wo der Roman spielt. Die wunderbaren Beschreibungen von St. Ives haben mir das Gefühl gegeben, den Ort direkt vor mir sehen zu können.

Fazit: Ein wundervoller Sommerroman, mit einer perfekten Mischung aus Romantik, Gefühl, Drama und Humor. 5 von 5 Sternen.