Samstag, 9. April 2016

Black Rabbit Hall von Eva Chase




 

Titel: "Black Rabbit Hall“     
Originaltitel: Black Rabbit Hall
Autor: Eve Chase
Seiten: 416
Verlag: Blanvalet
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-764-50560-8
Preis: 19,99 EUR






Die 14jährige Amber Alton besucht mit Ihrer Familien den Landsitz Black Rabbit Hall als ein tragisches Unglück geschieht. Nichts ist danach so wie es war und die Familie Alton hat einige Schwierigkeiten mit der neuen Situation zurecht zu kommen.
Mehr als drei Jahrzehnte später besichtigen Lorna und ihr Verlobter Jon Pencraw Hall, oder wie es die Einheimischen nennen Black Rabbit Hall. Sie planen dort ihre Hochzeit zu feiern. Auch wenn Jon von dem leicht verfallen Haus nicht wirklich begeistert ist, zieht es Lorna in seinen Bann und sie hat das Gefühl, dass das Haus etwas mit ihrer Vergangenheit zu tun hat.


Das Cover ist ein richtiger Blickfang und passt wunderbar zur Geschichte. Besonders schön ist das Buch, wenn man den durchsichtigen Schutzumschlag entfernt. Denn nur die Schrift ist auf dem Umschlag, das Haus und die Landschaft sind direkt auf die Buchdeckel gedruckt.

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen, Amber Altons Geschichte beginnt 1968 und Lornas in der heutigen Zeit. Um das visuell zu kennzeichnen wurden auch verschieden Schriftarten verwendet, man weiß also sofort um wen es gerade geht. Allerdings hatte ich beim Lesen von Ambers Part nicht das Gefühl, mich in den 60ern zu befinden. Gefühlsmäßig hätte ich die Geschichte eher ins 19. Jahrhundert gepackt, da kaum moderne Errungenschaften erwähnt werden und die Gesellschaftsstruktur mit Dienstboten und Herrschaften eher in diese Zeit gepasst hätte.

Gerade Amber hat es nach dem tragischen Tod ihrer Mutter sehr schwer. Sie versucht für ihre Geschwister die Mutterrolle zu übernehmen und dabei vermisst sie ihre Mutter selbst schrecklich. Die Gefühle von Amber und ihrer Familie wurden sehr gut beschrieben und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und ein paar Mal kullerten auch bei mir die Tränen. Im Gegensatz dazu fand ich Lornas Handlungen nicht immer ganz nachvollziehbar und nicht ihrem Alter entsprechend.

Die Autorin beschreibt Black Rabbit Hall und die Umgebung sehr bildlich und das steigert die Atmosphäre des Buches ungemein.

Ein flüssiger Schreibstil und eine gekonnte Kapitelaufteilung ließen mich das Buch kaum aus der Hand legen und ich hatte es in kürzester Zeit durch gelesen. Die Auflösung des Ganzen war zwar ziemlich vorhersehbar und hat mich nicht überrascht, aber die Story hat ein schönes rundes Ende, sodass mir das nichts ausgemacht hat.

Ich hoffe sehr weitere Romane von Eva Chase lesen zu können.

Fazit: Ein wunderbarer und emotionaler Roman über ein Familiengeheimnis. Klare Leseempfehlung! 5 von 5 Sternen.

Samstag, 2. April 2016

Love beyond worlds - Pippa & Duncan von Susanne Halbeisen




 

Titel: "Love Beyond Worlds – Pippa & Duncan“    
Autor: Susanne Halbeisen
Seiten: 230
Verlag: Forever
Format: eBook
ISBN: 978-3-95818-088-8
Preis: 3,99 EUR

 




Pippa macht zusammen mit ihrer besten Freundin eine Ghost Tour in den Vaults von Edinburgh und trifft dort auf eine Gestalt in einer Ecke. Nach einem hellen Licht ist sie allerdings wieder verschwunden. War das etwa ein Geist? Nein, Duncan ist kein Geist, er ist ein Ethereal, ein Wächter, der das Portal nach Garadh bewacht. Eigentlich sollte Duncan nach der Berührung durch Pippa gelähmt sein, doch das ist nicht passiert. Er will der Sache auf den Grund gehen und Pippa und Duncan kommen sich näher. Doch auch Emrys, dem Herrscher von Garadh ist aufgefallen, dass die Begegnung der beiden anders ablief, als sie sollte und er schickt auf Duncan auf eine gefährliche Mission.


Allein als ich die Worte „Ghost Tour“ und Edinburgh gelesen habe, war mir klar, dass ich „Love Beyond Worlds“ lesen muss. Das Cover ist ein totaler Blickfang, aber ich finde, dass es nicht so ganz zur Story passt. Es suggeriert eine leichte Liebesgeschichte und das ist das Buch nicht. Es steckt viel mehr dahinter.

Die Geschichte wird aus den Perspektiven der beiden Protagonisten erzählt. Pippa und Duncan kommen sich sehr schnell näher, der tatsächliche Zeitpunkt, als sich die beide verlieben war jedoch nicht auffällig. Plötzlich würden sie alles für den anderen tun. Hier hätte ich mir eine etwas ausführlichere Schilderung mit mehr Gefühl gewünscht.

Die Story spielt zwar in Edinburgh, doch die Stadt ist recht wenig beschrieben. Dafür gibt es eine toll recherchierte schottische Sagenwelt, mit einigen Fabelgestalten, die ich bisher auch noch nicht kannte, z. B. den Fachan und den Nuckelavee. Nach der Beschreibung dieser Wesen habe ich direkt danach gegoogelt um mehr über sie zu erfahren.

Der Debütroman ist wirklich gut gelungen und ich hoffe sehr, dass das nicht das letzte Buch von Susanne Halbeisen in diesem Setting war. Die Story ist gut abgeschlossen, aber es gibt Potenzial für einen zweiten Teil. Ich freue mich auf weitere Bücher dieser Autorin.

Fazit: Viel mehr als eine leichte Liebesgeschichte. Für Fans der schottischen Sagenwelt ein absolutes Muss. 4 von 5 Sternen.

Montag, 28. März 2016

Edingaard: Der Pfad der Träume von Elvira Zeißler

 



Titel: "Edingaard - Der Pfad der Träume“   
Seiten: 421
Verlag: Bookrix
Format: eBook           
ISBN: 978-3-739-63726-6
Preis: 0,99 EUR (Einführungspreis)








Die junge Studentin Cassandra träumt seit ihrer Kindheit von Julien. Er ist mir ihr aufgewachsen und langsam entwickelt sich mehr als eine Freundschaft. Julien ist Cassys Seelengefährte. Als sie ihm anvertraut, dass sie sich von einem unheimlichen Fremden verfolgt fühlt, offenbart Julien ihr ein großes Geheimnis. Er ist kein Traum, sondern kommt aus einer anderen Welt und wird dort gefangen gehalten. Cassy ist die einzige, die ihn befreien kann. Sie macht sich auf den Weg nach Edingaard um ihn zu retten. Doch auch der mysteriöse Fremde taucht in Edingaard auf und will um jeden Preis verhindern dass Cassy zu Julien gelangt.


Ich finde das Cover sehr schön, es lässt allerdings recht wenig auf den Inhalt des Buches schließen. Ich hatte mich schon sehr auf den Pegasus gefreut. Dieser ist dann doch etwas anders ausgefallen als erwartet, das hat mir aber sehr gut gefallen. Grandios fand ich auch den Bergkobold Ibertus. So einen hätte ich auch wirklich gerne. Elvira Zeißler hat nicht einfach alle Klischees erfüllt, sondern eigene, neue Ideen verarbeitet.

Der Stil der Geschichte hat mich an die Fantasy-Romane erinnert, die ich in den 90ern gelesen hab. Ein Held aus der realen Welt reist in eine fantastische Welt um dort eine Aufgabe zu erfüllen. Ich liebe solche Bücher und war schon länger auf der Suche nach genau so einer Geschichte.

Cassy ist ja bereits vierundzwanzig, allerdings hatte ich beim Lesen eher das Gefühl eine 16jährige zu begleiten. Ihre Handlungen und Ansichten entsprachen meistens nicht ihrem Alter und sie kam mir sehr naiv vor. Cassandra stolpert von einer Gefahr in die nächste und meistert diese mit mehr Glück als Verstand, aber genau dadurch erfährt man als Leser mehr über die Welt Edingaard.

Cassy und Juliens Liebe zueinander bildet zwar mit den Grund der ganzen Reise, ist aber nicht sehr dominant. Das Fantastische steht mehr im Vordergrund als die Lovestory.

Ab und zu wechselt die Perspektive von Cassy zu Brin, dem Fremden, der Cassys Mission aufhalten möchte. Dadurch gewinnt die Geschichte an Tiefe und die Spannung wird sehr gesteigert. Man erfährt auch mehr über die Hindergründe. Zum Schluss war ich mir nicht mehr sicher, wer der Gute und wer der Böse in dieser Geschichte ist.

„Der Pfad der Träume“ endet mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger und ich freue mich schon sehr auf den zweiten der Trilogie.

Fazit: Gelungener Trilogie-Auftakt. Fantasy die Spaß macht. 4 von 5 Sternen.