Sonntag, 22. Mai 2016

Omi von Stephen King

https://www.amazon.de/Omi-Story-aus-Blut-Selection-ebook/dp/B017W2RISK?ie=UTF8&keywords=omi&qid=1463900072&ref_=sr_1_1&s=books&sr=1-1




Titel: "Omi“   
Original Titel: Gramma
Autor: Stephen King
Seiten: 77
Verlag: Heyne
Format: eBook
ISBN: 978-3-641-19340-9
Preis: 0,99 EUR






Der 11jährige George soll auf seine kranke Oma aufpassen, während seine Mutter seinen Bruder Buddy im Krankenhaus besucht. Was soll schon passieren? Omi schläft tief und fest und bis sie aufwacht ist seine Mutter bestimmt wieder da. Doch plötzlich atmet Omi nicht mehr…


Ich lese wirklich gerne Geschichten von Stephen King. Nicht immer überzeugen sich mich, aber die meisten gefallen mir. Also habe ich auch „Omi“ eine Chance gegeben und wurde nicht enttäuscht.

George hatte schon immer Angst vor seiner Oma. Doch weil wer seine Mutter unterstützen möchte zeigt er nicht, wie sehr in die Vorstellung ängstigt mit seiner Oma allein zu sein. Der Autor hat die kindlichen Ängste sehr glaubhaft dargestellt und ich konnte mich gut in George hineinversetzen. Der Horror dieser Kurzgeschichte besteht hauptsächlich aus den Ängste und Gedanken von George.

Der Showdown war dann tatsächlich schnell und unerwartet. Ich hätte mir noch ein wenig mehr Geschichte gewünscht, um zu sehen wie es weitergeht. Dies bleibt jedoch der Fantasie des Lesers überlassen.

Es handelt sich nicht um eine neue Geschichte des Autors. „Omi“ ist bereits 1984 das erste Mal erschienen. Bei manchen Gegebenheiten fällt auf, dass die Geschichte aus den 80ern stammt. Es gibt keine Handys und auch die Telefonleitung kann unter Umständen mal zusammenbrechen. Um seine Angst zu beruhigen kontrolliert George immer wieder ob sie noch intakt ist.

Im Rahmen des „Montag ist Kingtag“ wurde die Geschichte erneut veröffentlicht. Seit Beginn dieses Jahres veröffentlicht der Heyne Verlag jeden Montag eine Kurzgeschichte von Stephen King als eBook only. Alle Infos und alle eBooks gibt es hier.

Fazit: Für alle Fans von Stephen King ein Muss. Auch King-Neulinge sollten sich hier gruseln können. 4 von 5 Sternen.

Samstag, 21. Mai 2016

Gefährliche Jagd von Maria Tomoons




 

Titel: "Gefährliche Jagd“      
Autor: Maria Tomoons          
Seiten: 480
Verlag: Midnight by Ullstein
Format: eBook
ISBN:
978-3-95819-0689
Preis: 4,99 EUR

 

 
 

Es ist das Ereignis des Jahres. Alle wollen am Spiel teilnehmen und dadurch eine Rolle im Film dazu bekommen. Maria ist eine der glücklichen Teilnehmer. Zwei Gruppen Jugendliche werden gegeneinander antreten. In einem großen Wald werden Jäger die Gejagten fangen und aus dem Spiel bringen. Zusammen mit Ben, Luis und Coco bildet Maria ein Gejagten-Team. Zwei Wochen lang werden sie gefilmt, wie sie sich im Wald zurechtfinden und vor den Jägern fliehen. Doch manche nehmen das Spiel ernster als andere und auch die Kameraleute, die im Notfall eingreifen sollten, halten sich zu viel zurück und aus dem Spiel wird plötzlich blutiger ernst.


Das Cover erinnert mich sehr an „Die Tributen von Panem“. Auch die Story hat ein wenig von den Hungerspielen. Da Panem eine meiner Lieblingsreihen ist, hat mich „Gefährliche Jagd“ direkt angesprochen.

Noch bevor die Story tatsächlich losgeht, werden die Regeln der Show erläutert und man bekommt so einen kleinen Einblick was die Protagonisten erwarten wird. Dann geht das Spiel direkt ohne weitere Erklärung los. Die Story startet sehr schnell und nach wenigen Seiten gibt auch direkt die erste Action. Ein wenig verwirrend war das schon, da die Protagonistin immer wieder an verschieden Ereignisse denkt, die vor dem Start des Spiel passierten. Erst durch Rückblenden erfährt man ein paar Hintergründe. Allerdings nicht sehr viele. Dass das Ganze ein Film werden soll und worin der Preis für den ersten Platz besteht wird nicht erwähnt. Auch die 180 Jugendlichen selbst haben keine Ahnung, was sie bei dem Spiel tatsächlich erwarten wird. Ich hätte mir hier ein paar Runden Weglaufen weniger und dafür mehr Hintergrundinformationen gewünscht.

Die Story selbst bringt wenig Überraschungen mit sich und ist teilweise sehr vorhersehbar. Trotzdem hat mich „Gefährliche Jagd“ gut unterhalten. Spannung und ein angenehmer, leichter Schreibstil lassen den Leser durch die Seiten fliegen

Maria hat mich zwischenzeitlich etwas genervt, da sie immer wieder an Raffael, einen Mitarbeiter des Spiels, denkt und sich offensichtlich in ihn verliebt hat. Diese Lovestory wirkt anfangs sehr gezwungen, trägt aber im weiteren Verlauf zur Story bei und fügt sich gut ein. Auch Marias Verhalten ändert sich und sie wirkt erwachsener. Sie hat auch immer Angst gerade von Sky gefangen zu werden, warum sie Angst vor ihm hat, wird leider nicht erwähnt.

Auch „Gefährliche Jagd“ erschien bereits vor Veröffentlichung bei Midnight by Ullstein bei Wattpad. 

Fazit: Actionreiches und spannendes Abenteuer, jedoch wenig Hintergrundinformationen. 4 von 5 Sternen.

Montag, 9. Mai 2016

Alex & Ich - Fight for love von Amalia Winter




  
Titel: "Alex und Ich – Fight for Love“        
Autor: Amalia Winter
Seiten: 200
Format: eBook
ISBN: 978-3-9581-8082-6
Preis: 3,49 EUR







Die Studentin Elena verdient ihr Geld damit auf illegale Collegeboxkämpfe zu wetten. Als sie als Einzige auf Alexandr wettet und eine Menge Geld gewinnt, gerät sie in ernste Schwierigkeiten. Doch Alexandr hilft ihr aus der misslichen Lage. Um ihre Schuld abzubezahlen, hilft sie seiner Schwester Katinka, als sie von ihrem Ex-Freund bedroht wird. Schnell merkt sie, dass Alex und sie mehr verbindet als nur diese Gefälligkeiten.


Ich habe mich auf eine schöne, fesselnde New Adult-Geschichte gefreut. Leider habe ich das nicht bekommen. Die Grundstory hätte zwar das Zeug dazu, aber in der Umsetzung haperte es.
Die Charaktere bleiben recht oberflächlich und wirken austauschbar. Ich konnte zu keinem eine Beziehung aufbauen. Alexandrs sympathische Schwester Katinka hat die Autorin wohl irgendwann vergessen, da sie nach kurzer Zeit so gut wie keine Rolle mehr gespielt hat. Leider kam für mich auch das Boxthema zu kurz. Hier hätte man etwas ausbauen können und die Story interessanter gestalten können.

Den Schreibstil fand ich etwas holprig und es hat gedauert, bis ich in die Geschichte gefunden habe. So wirklich packen konnte sie mich allerdings nie.  
Die Ereignisse gingen recht schnell voran und ich fand sie meistens zu schnell und überstürzt. Auch die Beziehung der beiden Protagonisten blieb recht gefühllos. Ab der Mitte des Buches gab es dann Zeitsprünge, durch die Story noch zusätzlich ausgebremst wurde. Eine zusammenhängende und ausgefeiltere Story hätte mir besser gefallen. Das Buch ist mit 200 Seiten ja sowieso recht kurz, die Zeit um die Geschichte auszubauen wäre also da gewesen. Auch der Spannungsteil zum Schluss war viel zu schnell abgehandelt und eine wirkliche Spannung kam nicht auf. Er wirkt sehr gezwungen und ist eigentlich überflüssig. Zudem wird in dem Buch jedes erdenkliche Klischee erfüllt. Mich stören Klischees normalerweise nicht in Liebesromanen, aber hier waren es mir zu viele auf einmal.

Als Bonuskapitel gibt es dann noch eine Szene aus Alexandrs Sicht. Ich fand die Szene allerdings schlecht gewählt und etwas Neues habe ich hier nicht erfahren, da hier der Großteil aus einer Unterhaltung von anderen Personen besteht.

Fazit: Oberflächlich und zu wenig Gefühl für eine Lovestory. 2,5 von 3 Sternen.