Sonntag, 14. Mai 2017

Wenn Liebe Cowboystiefel trägt von Emily Bold






Titel: „Wenn Liebe Cowboystiefel trägt“
Autor: Emily Bold
Seiten: 300
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-1-477-82463-4
Preis: 9,99 EUR
 






Die 26jährige Avery Davis hat gerade ihre Krebserkrankung besiegt und ist nun wieder zurück in ihrer Heimatstadt Littletree, um neu anzufangen. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft wird sie überall an ihre Jugendliebe Mason King erinnert, der jetzt ein gefeierter Rodeostar ist. Und obwohl sie nichts mit ihm zu tun haben will, kann sie sich ihm in der kleine Stadt nicht entziehen. Doch wie kann sie mit einem Mann, der sein Leben nicht zu schätzen weiß und es jeden Tag auf Spiel setzt zusammen sein?


Emily Bolds Bücher lese ich immer wieder gerne, da sie in der Regel richtig schöne Liebesgeschichten enthalten. Auch bei „Wenn Liebe Cowboystiefel trägt“ wurde ich nicht enttäuscht.

Avery möchte in Littletree einen Neuanfang wagen. Doch sie hängt immer noch sehr in der Vergangenheit fest. Sie versinkt teilweise sehr im Selbstmitleid, was mir den Spaß am Lesen etwas genommen hat, da ich kaum etwas schlimmer finde als Selbstmitleid. Auch ihre Entscheidungen fand ich nicht immer nachvollziehbar.

Mason fand ich leider etwas blass und ich konnte keinen richtigen Zugang zu ihm finden. Auch er hat für mich kaum nachvollziehbare Entscheidungen getroffen. Gerade eine davon hat mich sehr gestört. Leider kann ich nicht ohne zu spoilern darauf eingehen.

Der Schreibstil ist wie gewohnt leicht und flüssig und das Buch lässt sich gut lesen. Ein wenig haben mich jedoch die englischen Fachausdrücke des Rodeos gestört, die zwar das ganze authentischer machen, jedoch im deutschen Text ein wenig fehl am Platz wirken.

Über Averys Vergangenheit mit ihrem Exfreund Phil, ihre Krebserkrankung und auch ihre Liebschaft mit Mason erfährt man über gut gesetzte Rückblenden.

Die Kleinstadt Littletree bietet ein wunderschönes Setting für diese Geschichte. Gerade solche amerikanischen Kleinstädte, in der jeder jeden kennt haben es mir sehr angetan und ich habe dieses Setting sehr genossen.

Fazit: Schöne Liebesgeschichte, die mir allerdings zu viel Selbstmitleid und für mich nicht nachvollziehbare Entscheidungen enthielt. 4 von 5 Sternen.

Sonntag, 9. April 2017

Sunshine Girl - Das Erwachen von Paige McKenzie & Alyssa Sheinmel






Titel: „Sunshine Girl – Das Erwachen“
Originaltitel: The Awakening of Sunshine Girl
Autor: Paige McKenzie und Alyssa Sheinmel
Seiten: 336
Verlag: Bloomoon
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-8458-1521-3
Preis: 16,99 EUR




 
 
Es handelt sich um die Rezension zum zweiten Teil. Die Rezension und Inhaltsbeschreibung können daher Spoiler zum ersten Teil enthalten. Hier kommt ihr zu meiner Rezension des ersten Teiles "Sunshine Girl - Die Heimsuchung".


Sunshine ist eine Luiseach. Ihre Aufgabe ist es den Seelen das Weiterreisen zu ermöglichen. Aiden, ihr Vater und Mentor übernimmt ihre Ausbildung. Zusammen reisen sie nach Mexico um auf dem mittlerweile verlassenen Campus zu üben. Nur Lucio befindet sich noch dort, auch er ist ein Schüler von Lucio. Schnell merkt Sunshine, dass ihre Fähigkeit die von Lucio weit übersteigen und nicht normal für eine Luiseach sind. Und genau deswegen ist Sunshine in großer Gefahr. Durch eine Schutzzauber kann nur ein beschränkter Personenkreis den Campus betreten, doch ist Sunshine dort wirklich in Sicherheit?


Der von mir lang erwartete zweite Teil der Sunshine Girl-Reihe. Der zweite Band ist jedoch ganz anders als der Erste. Alles was ich bei „Sunshine Girl – Die Heimsuchung“ grandios fand, fehlt hier. Es gibt zum Beispiel keinen gruseligen Spuk. Sunshine stellt sich den Herausforderungen der Ausbildung zur Luiseach. Das heißt aber nicht, dass mir das Buch nicht gefallen hat. Es war nur ganz anders, als der erste Teil. Das Buch schließt direkt an den „Die Heimsuchung“ an.

Sehr schade fand ich, dass Sunshines Beschützer Nolan diesmal nur eine sehr kleine Nebenrolle bekommen hat. Lucio konnte ihm nicht das Wasser reichen. Mit Sunshines Vater Aiden bin ich leider auch nicht warm wirklich geworden. Er war sehr distanziert und seine Beweggründe nicht immer ganz nachzuvollziehen.

In „Das Erwachen“ erfährt man mehr über die Arbeit der Luiseach. Die Idee hinter dem Ganzen finde ich wirklich sehr gut ausgearbeitet und einzigartig.

Die Spannung wird zwar durch den Blickwinkel einer mysteriösen Frau erhöht, die Sunshine umbringen möchte, aber leider war es auch sehr vorhersehbar, wer diese Frau ist.

Gerade zum Ende nimmt das Tempo nochmal ordentlich zu und das Buch endet mit einem der fiesesten Cliffhanger, den ich jemals gelesen habe... Ich hoffe sehr, dass der dritte Teil der Trilogie bald erscheinen wird.

Fazit: Ganz anders als der erste Teil, aber dennoch spannend und einzigartig. 4 von 5 Sternen.

Sonntag, 19. März 2017

Auch donnerstags geschehen Wunder von Manuela Inusa






Titel: „Auch donnerstags geschehen Wunder“
Autor: Manuela Inusa
Seiten: 416
Verlag: Blanvalet
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-7341-0351-3
Preis 9,99 EUR







Marianne ist Single und arbeitet in einem kleinen Café. Die Arbeit liebt sie, aber das Singleleben nicht. Und obwohl sie ihr Ex-Freund Martin betrogen hat, trauert sie ihm selbst nach 6 Monaten noch hinterher. Doch dann besucht sie mit ihrer besten Freundin Tasha eine Wahrsagerin. Laut ihr soll Marianne ihre große Liebe in Schottland, genauer gesagt in Edinburgh finden. Eigentlich hält Marianne nichts von diesem esoterischen Gequatsche und trotzdem reist sie nach Schottland und gibt der Prophezeiung eine Chance.


Da mir das letzte Buch der Autorin „Jane Austen bleibt zum Frühstück“ sehr gut gefallen hat, musste ich auch unbedingt „Auch donnerstags geschehen Wunder“ lesen. Und schon alleine das Cover ist es wert, das Buch im Regal zu haben. Es passt übrigens auch wahnsinnig toll zum anderen Buch, auf dem eine Teetasse abgebildet ist.

Marianne war mir sofort sympathisch und ich konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren. Colin selbst blieb leider insgesamt etwas blass. Ich hatte den Eindruck, dass man mehr von Tasha erfährt, als über Colin. Und das Kennenlernen der Beiden ging mir doch ein wenig zu schnell. Nachdem sie eine Nacht mit einander verbracht haben, an die sich Marianne dank Scotch nicht mehr erinnern kann, spricht Colin von einer spürbaren Verbindung und die beiden sind ein Herz und eine Seele. Hier hat mir eine kleine Kennenlernphase gefehlt.

Hier werden eigentlich zwei Geschichten parallel erzählt, was mich anfangs sehr irritiert hat, da es darauf nirgendwo einen Hinweis gab. In einem Teil reist Marianne tatsächlich nach Schottland und im anderen Teil bleibt sie zu Hause in Hamburg. Gerade der Schottland-Teil hat mir sehr gut gefallen. Edinburgh ist toll beschrieben und man merkt sofort, dass die Autorin hier tatsächlich vor Ort war. Die Schilderung dieser Stadt und der Sehenswürdigkeiten hat einige Erinnerungen an meinen eigenen Urlaub dort wachgerufen. Zur besseren Übersicht wurden die Zeitangaben, am Anfang der Kapitel, auf Deutsch und Englisch angegeben, je nachdem, wo das Kapitel spielt.

Besonders witzig fand ich, dass Marianne ihren Kater Johnny Depp genannt hat. Das Johnny Depp ganz katzentypische Dinge tut, wie vor dem Ofen liegen oder schnurren hat mich einige Male lachen lassen.

Zum Lesen des Buches würde ich übrigens empfehlen Kekse in greifbarer Nähe zu haben. Da Marianne gerne und viel Kekse bäckt, bekam ich richtig Heißhunger auf Kekse.
Und durch die bildhaften Beschreibungen der Stadt würde ich am liebsten sofort wieder nach Edinburgh reisen und die Schauplätze des Buches besuchen.

„Auch donnerstags geschehen Wunder“ hat mir unglaublich viel Spaß gemacht und ein paar schöne Stunden beschert.

Fazit: Schöne Liebesgeschichte, die viel Spaß macht und besonders Liebhaber der Stadt Edinburgh sehr gefallen wird. 4,5 von 5 Sternen.