Samstag, 13. Dezember 2014

Die Berufene von M. R. Carey






Titel: "Die Berufene"
Originaltitel: "The girl with all the gifts"
Autor: M. R. Carey
Seiten: 512
Verlag: Knaur
Format: Klappbroschur
ISBN: 978-3-426-51513-6
Preis: 14,99 EUR






Großbritannien hat sich verändert. Es gibt nur noch wenige Städte in denen Menschen leben. Ein Parasit hat die Menschheit befallen. Die Infizierten verwandeln sich in Zombies, die nur noch einen Gedanken haben: Fressen. Und zwar Menschenfleisch. Und jeder Gebissene infiziert sich ebenfalls. Doch es gibt ein Paar Kinder, die bereits mit diesem Parasiten geboren wurden. Sie reagieren anders als die anderen Infizierten. Das Militär hat einige der Kinder zu Forschungszwecken auf eine Militärbasis gebracht. Sie erhalten dort auch Unterricht um die Entwicklung zu beobachten. Die Soldaten haben ein Mittel entwickelt um den menschlichen Geruch zu übertönen, dadurch wir der Parasit nicht auf sie aufmerksam. Trotzdem werden die Kinder zusätzlich in Rollstühlen fixiert bevor sie ihre Einzelzellen verlassen. Für Melanie und die anderen Kinder ist das normal. Sie kennen es nicht anders und sie wissen nicht, dass auch sie zu den „Hungernden“ gehören. Doch eines Tages wird der Stützpunkt angegriffen und Melanie ist das einzige Kind, das überlebt hat. Sie flüchtet zusammen mit zwei Soldaten, der Ärztin und Ihrer Lehrerin. Melanie hat es schwer in der Gruppe, da sie nur als „Hungernde wahrgenommen wird und nicht als ein Mädchen mit eigenem Charakter. Nur Miss Justineau, ihre Lehrerin, hält zu ihr. Die Gefahr droht also nicht nur von außen, sondern auch von innerhalb der Gruppe. Wird die Gruppe Beacon lebend erreichen?


Ich lese gerne Zombie-Bücher. „Die Berufene“ hat mich also allein deswegen schon interessiert. Doch ist es kein herkömmlicher Zombie-Roman. Das Buch beschäftigt sich nicht nur mit dem Überleben der Menschen sondern zeigt die Welt auch aus der Sicht der „Hungernden“. Melanie will nicht zu den Infizierten gehören und ihr Verstand ist der eines intelligenten kleinen Mädchens, doch wenn sie den Geruch der Menschen wahrnimmt übernimmt der Parasit in ihr die Kontrolle. Melanie denkt immer wieder über ihre Situation nach und beschäftigt sich auch mit der der Menschen. Die Geschichte wird aus den verschiedenen Sichtweisen der gut herausgearbeiteten Protagonisten erzählt. Doch auch die Action kommt nicht zu kurz. Die Gruppe muss vor den Zombies oder den in der Wildnis lebenden Menschen fliehen und es kommt immer wieder zu Kämpfen. Diese Kombination und der flüssige Schreibstil lassen das Buch zu einem Pageturner werden, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Zartbesaitet sollte man allerdings nicht sein. Teilweise waren die Szenen sehr blutig und auch eklig. Aber auch das gehört meiner Meinung nach zu einem guten Zombie-Roman. Mit dem Ende hätte ich allerdings nicht gerechnet, aber es passt sehr gut zu diesem Roman. Das Cover des Buches finde ich in seiner Schlichtheit sehr schön, doch passt es leider nicht zum Inhalt des Buches. Ohne etwas über das Buch zu wissen hätte ich es in der Buchhandlung wohl nicht in die Hand genommen.

Fazit: Spannender Zombie-Roman, der sich anders entwickelt als die meisten Bücher dieses Genres. Klare Leseempfehlung! 5 von 5 Sternen.
 


Herzlichen Dank an Knaur für das Rezensionsexemplar.

Freitag, 17. Oktober 2014

Pirate Cinema von Cory Doctorow






Titel: "Pirate Cinema"
Originaltitel: "Pirate Cinema"
Autor: Cory Doctorow
Seiten: 512
Verlag: Heyne fliegt
Format: Klappbroschur
ISBN: 978-3-453-26753-4
Preis: 14,99 EUR







Der 16jährige Trent McCauley liebt Filme. Aber nicht in der Kinofassung. Er lädt sich die Filme illegal aus dem Internet und schneidet sie zu neuen, eigenen Filmen. Aufgrund dieser massiven Copyright-Verletzungen wird der Familie das Internet für ein Jahr gesperrt. Das verursacht große Probleme. Trents Vater arbeitet über das Internet in einem Callcenter, seine Mutter muss sich regelmäßig im Internet beim Arbeitsamt einloggen und seine Schwester Cora braucht den Zugang für ihre Hausaufgaben. Ohne Internet wird Trents Vater arbeitslos, das Arbeitslosengeld der Mutter bleibt aus und Coras Leistungen in der Schule werden schlechter. Aus Scham, weil er seine Familie ins Unglück gestürzt hat, haut Trent nach London ab. Überfordert mit der Situation freundet er sich mit dem Obdachlosen Dodger an. Zusammen besetzen sie ein leerstehendes Haus und richten sich dort häuslich ein. Trent verschafft sich wieder einen Internetzugang und beginnt erneut Filme zu schneiden. Doch die Regierung verabschiedet immer härtere Strafen für selbst kleinste Copyright-Verletzungen. Trent will sich nicht so weit einschränken lassen und nimmt zusammen mit seinen neuen Freunden den Kampf gegen die mächtigen Medienkonzerne auf.

Ich wollte schon länger ein Buch von Cory Doctorow lesen. Da der Autor sich in diesem Buch mit einem aktuellen Thema beschäftigt hat es mich gleich angesprochen. Internetpiraterie wird immer heiß diskutiert. Natürlich ist es nicht richtig, sich illegal Filme aus dem Internet zu laden und die Copyright-Inhaber um Ihren Lohn zu bringen. Doch Doctorow zeigt in „Pirate Cinema“ dass es nicht nur darum geht, sich einen Film kostenlos anzusehen, sondern auch um künstlerische Freiheit. Der Protagonist Trent bastelt aus Filmschnipseln einen komplett neuen Film. Doch hierfür muss erst eine Film illegal herunterladen. Dieses Buch gibt Diskussionsstoff. Ist es okay sich einen Film herunterzuladen um daraus etwas Neues zu schaffen? Doctorow ist Mitbegründer der Open Rights Group, die sich für die  Liberalisierung des Urheberrechts engagiert. Dies merkt man in „Pirate Cinema“! Der Autor zeigt in diesem Buch überspitzt warum ein zu strenges Copyrightgesetz niemanden nutzt.
Der Schreibstil war leicht und flüssig. Doctorow hat sich für meinen Geschmack allerdings etwas zu viel der Politik gewidmet. Die Politik ist zwar für die Story sehr wichtig, wurde aber etwas zu sehr ausgebaut, dadurch wurde das Buch stellenweise etwas langatmig und zäh. Weniger ausführliche Politik und dadurch ein paar Seiten weniger und das Buch wäre richtig toll gewesen. So musste ich mich teilweise etwas zwingen um nicht die politischen Stellen zu überspringen. Das Cover gefällt mir sehr. Es ist düster und verspricht doch auch Action und dürfte vor allem jüngere Leser ansprechen.

Fazit: Guter Roman über ein sehr aktuelles und heiß diskutiertes Thema. Jeder der sich für Internetpiraterie interessiert sollte hier zugreifen. 4 von 5 Sternen.

Herzlichen Dank an Heyne fliegt für das Rezensionsexemplar.


Freitag, 3. Oktober 2014

We ♥ books #17: das spontane Herbst-Special

Bild von http://nightingale-blog.net/

Sandy hat endlich mal wieder zum gemeinsamen Lesen aufgerufen. Gelesen wird heute und morgen. Jeder wie er Zeit und Lust hat. Getwittert wird natürlich auch wieder unter #whb.

Bevor ich mich am Montag auf den Weg nach Frankfurt mache, möchte ich noch ein bisschen was weg lesen. Großes Ziel heute ist mein aktuelles Buch zu beenden und dann mal schauen, was sich noch ergibt. Los geht´s nach dem Frühstück auf Seite 397 von:

12:03 Uhr: 1. Ziel ist erreicht und "Wie Sterne so golden" habe ich gerade beendet. Es ist ja wirklich selten, dass alle Teiler einer Reihe gleich gut sind. Aber hier ist das tatsächlich der Fall! Schade dass es bis zum vierten Teil noch so lange hin ist :(

Ich mach jetzt eine kleine Mittagspause und such mir was neues zum lesen. :)

14:09 Uhr: Hab mich für ein Buch entschieden und werde gleich weiterlesen :)

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Samstag, 6. September 2014

Wild Cards herausgegeben von George R. R. Martin







Titel: "Wild Cards"
Originaltitel: "Wild Cards – Inside Straight"
Herausgeber: George R. R. Martin
Seiten: 544
Verlag: Penhaligon
Format: Klappbroschur
ISBN: 978-3-7645-3127-0
Preis: 15,00 EUR






Nach dem zweiten Weltkrieg hat sich das Wild-Card-Virus unter den Menschen ausgebreitet. Das Virus lässt Menschen mutieren. Es gibt jetzt sogenannten Joker und Asse. Joker haben lediglich körperliche Veränderungen, Asse dagegen besitzen Superkräfte. In den USA läuft die neue Fernsehshow „American Hero“ an. In inszenierten Prüfungen treten Asse und Joker in vier Teams gegeneinander an. Nach jeder Prüfung wird durch eine Jury das Siegerteam ermittelt. Die Verlieren müssen einen der Ihren aus dem Team wählen. Der letzte der übrig bleibt wird der „American Hero“. Während sich die USA bei dieser Show amüsiert, herrscht in Ägypten Krieg. Nach einem Mordanschlag auf den Kalifen, für das man Jokerterroristen verantwortlich macht, werden die Joker Ägyptens verfolgt und getötet. Einige der Joker gelten als lebende Götter, da sie den alten Göttern der Ägypter gleichen. Diese lebenden Götter nehmen den Kampf auf und versuchen die unschuldigen Joker zu retten. Einige der aus der Show ausgeschiedenen Teilnehmer beschließen in Ägypten zu helfen und entdecken die waren American Heros.

Auf dem Cover ist riesengroß der Name George R. R. Martin zu lesen. Nur klein darüber ist das „Herausgegeben von“ zu sehen. Auch ich bin anfangs darauf reingefallen und dachte: „Toll, eines neues Buch von Martin!“. Ich habe mir darauf hin den Buchtrailer angesehen und war begeistert! Das Cover ist großartig und zeigt eines der Asse: Lohengrin. Sehr schön finde ich auch, dass auf dem Buchrücken zu sehen ist, um welchen Teil der Reihe es sich handelt. Wild Cards hat George R. R. Martin jedoch nicht alleine geschrieben. Zusammen mit Daniel Abraham, Melinda M. Snodgrass, Carrie Vaughn, Michael Cassutt, Caroline Spector, John Jos. Miller, Ian Tregillis und S.L. Farrell hat er die Welt der Asse und Joker geschaffen. Dass hier verschiedene Autoren am Werk waren merkt man dem Buch jedoch nicht an. Ich hatte zuerst Kurzgeschichten erwartet, es handelt sich aber um eine durchgehende Story ohne Lücken. Ein paar der Charaktere fand ich etwas flach und auch ein wenig mehr Tiefe hätte dem Buch nicht geschadet. Teilweise blieb es sehr oberflächlich. Das TV-Show-Thema fand ich grandios und es hätte mir für die Story auch voll und ganz gereicht. Den Teil der den Krieg in Ägypten beschriebt fand ich zu lang, zu politisch und zu zäh. Sehr verwirrend fand ich, dass zum Beispiel Lohengrin plötzlich und ohne Erklärung nur noch mit Klaus betitelt wurde. Es hat etwas gedauert, bis ich mich daran gewöhnt hatte. Ein Teil der Story wird über Blog-Beiträge von Jonathan Hive beschrieben. Die lockern das ganze etwas auf und zeigt zumindest Jonathan Hive sehr persönlich. Aufgrund der Vielzahl der Charaktere hätte ich mich eine Auflistung am Ende des Buches gewünscht, um immer mal wieder nachzuschlagen, um wen es sich handelt. Es gibt zwar eine kleine Teamauflistung innerhalb des Buches, diese umfasst aber nur die Teilnehmer von „American Hero“.

Fazit: Interessanter Auftakt einer neuen Reihe, der mit einer grandiosen Idee lockt, das Versprechen jedoch nicht bis zum Ende halten kann. 3 von 5 Sternen.


Herzlichen Dank an Penhaligon für das Rezensionsexemplar.

Samstag, 9. August 2014

Ein Jahr mit Brandon Sanderson



Elena von Leseträume und Crini von All About Books sind große Fans von Brandon Sanderson. Und möchte sich einmal komplett durch seine Werke lesen. Dafür starten sie die "Ein Jahr mit Brandon Sanderson"-Challenge. Um einen intensiven Austausch aller beteiligten zu gewährleisten, werden Leserunden bzw. Leseabende veranstaltet. 

Ablauf: Anmeldung ist bis 10. August mit einem Kommentar hier oder hier möglich. Am Ende der Challenge und erfolgreichen Lesen und Rezensieren von mindestens drei Büchern findet eine Verlosung statt. Es wird unter den jeweiligen Teilnehmern jeweils ein Buch von Brandon Sanderson im Maximalwert von 20 Euro verlost. Es ist aber auch ohne Anmeldung jederzeit möglich einzusteigen und an unseren Leserunden etc. teilzunehmen. Die Challenge endet am 31. Juli 2015.

Ich habe bereits Alcatraz und Steelheart von Sanderson gelesen. Alcatraz find ich sehr gut und Steelheart grandios. Ich habe auch noch Elantris und Kinder des Nebels auf dem SuB. Diese Bücher möchte ich unbedingt lesen und was bietet sich da besser an als diese Challenge?

Meine Fortschritte gibt es dann hier.