Mittwoch, 19. Oktober 2011

Robocalypse von Daniel H. Wilson



Sie sind kalt.
Sie sind überlegen.
Sie werden zur tödlichen Gefahr.

Die letzte Stunde der Menschheit ist angebrochen: Weltweit erheben sich die Maschinen gegen ihre Schöpfer. Unter der Kontrolle einer überragenden künstlichen Intelligenz werden scheinbar harmlose Computer zur ebenso tödlichen Bedrohung wie hochentwickelte Waffensysteme.
Die Robocalypse vernichtet die Welt, wie wir sie kennen – doch mit einem haben die Maschinen nicht gerechnet: dem Überlebenswillen der Menschen…


Dr. Nicholas Wassermann hat einen neuen Supercomputer mit künstlicher Intelligenz erschaffen: Archos. Laut Archos ist der Zeit der Menschen vorbei, da sie den Gipfel ihrer Schöpfungskraft erreicht haben. Er tötet seinen Schöpfer und beginnt weitere Maschinen und Roboter umzuprogrammieren und eröffnet den Krieg gegen die Menschen. Archos hasst die Menschen jedoch nicht und erkennt ihr Heldentum an. Die größten Helden archiviert er mittels digitalen Kameras und Aufnahmegeräten. Doch Aufgeben kommt für die Menschen nicht in Frage und der Kampf ums Überleben beginnt.

Das Buch hat leider keine wirklich durchgehende Handlung. Die Geschichte ist aus Augenzeugenberichten, Aufnahmen von Webcams, Diktiergeräten und Überwachungskameras zusammengesetzt. Jedes Kapitel handelt von einem anderen „Helden“. Die Kapitel haben jeweils eine kleine Einleitung, woher die Aufzeichnungen stammen und was passiert. Diese „Stückelung“ macht das Buch zwar abwechslungsreich und interessant, da man verschieden Blickwinkel kennenlernt. Andererseits fand ich das Buch dadurch schwer zu lesen, da es keinen durchgehenden Handlungsstrang oder einen wirklich sympathischen Protagonisten enthält, dafür sind die Kapitel zu kurz und nicht aussagekräftig genug. Die Geschichte beginnt mit einzelnen Zwischenfällen und steigert sich zu einem großen Showdown. Das Thema, dass die Maschinen die Menschen töten und die Macht übernehmen ist nicht neu, wurde hier jedoch zeitgemäß verpackt und erschreckend real dargestellt. Science-Fiction ist zwar nicht mein Genre, dieses Buch hat mir aber doch ganz gut gefallen. Für das Layout des Buches kann ich Droemer nur ein großes Lob aussprechen! Das Robotergesicht ist ein wahrer Blickfang zu dem auch die abgerundeten Ecken beitragen. Wenn das Buch frontal im Regal steht, hat man den Eindruck, dass es sich tatsächlich um einen Roboterkopf handelt.

Fazit: Erschreckend reale, jedoch nicht neue Thematik. Auch ohne Science-Fiction-Vorliebe lesenswert!

Herzlichen Dank an Droemer für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.