Dienstag, 9. Juni 2015

Das Haus der dunklen Träume von Stefanie Kasper







Titel: "Das Haus der dunklen Träume"
Autor: Stefanie Kasper
Seiten: 416
Verlag: Goldmann
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-442-47402-8
Preis: 9,99 EUR










Annika lebt mit ihrem Freund Daniel in München. Wirklich glücklich ist sie bereits seit einiger Zeit nicht mehr mit Daniel und sie hat Heimweh nach ihrem oberbayerischen Dorf. In einem Päckchen von ihrer Mutter entdeckt sie eine Immobilienanzeige für einen alten Hof in ihrem Heimatdorf und sie beschließt Nägel mit Köpfen zu machen und ihr Leben zu ändern. Sie kauft den restaurierungsbedürftigen Bodelhof und zieht ohne Daniel zurück nach Kinsau. Ihr Vater hält den Immobilienkauf für eine Schnapsidee und boykottiert Annika. Ihre Mutter und ihre Brüder freuen sich jedoch das Annika wieder so nah bei ihnen wohnt und helfen ihr wo sie nur können den Bodelhof wieder bewohnbar zu machen. Annika fühlt sich in ihrem neuen Domizil sehr wohl, bis ihre dreijährige Nichte Hanna das Haus wegen der „toten Frau“ nicht mehr betreten möchte. Annika kriegt es langsam mit der Angst zu tun, als plötzlich Kerzen von allein angehen, sie komische Geräusche hört und auch sehr lebhafte Träume bekommt. Annika und ihr Mitbewohner Victor versuchen dem Spuk auf den Grund zu gehen. Ist der Geist Maria aus Annikas Träumen?


Cover und Titel haben mich sofort angesprochen und haben mich auf das Buch sehr neugierig gemacht. In der Hoffnung auf eine gruselige Geistergeschichte habe ich das Buch auch schnell begonnen. Das Cover hat mich von Anfang an vermuten lassen, dass das Buch in Bayern spielt. Der Schnee auf dem Cover ist allerdings etwas irreführend, da das Buch größtenteils im Sommer spielt.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig und das Buch liest sich eher wie ein Liebesroman. Es dauert etwas, bis die unheimlichen Ereignisse ihren Lauf nehmen. Teilweise hatte ich den Eindruck, dass Victors und Annikas Liebesgeschichte im Vordergrund stand. Die paranormalen Akzente sind gut konstruiert, aber nicht wirklich gruselig. Ein lautes Geräusch hier und ein Schatten da, mehr ist Anfangs nicht vorhanden. Erst als Annikas Träume mehr und realer werden kommt Spannung auf. Annika träumt von Maria Bodel, die auf dem Hof im 18. Jahrhundert ein wahres Martyrium erlebte.

In den Träumen, über die Vergangenheit verwendet Stefanie Kaspar den bayerischen Dialekt. Da ich selbst aus Oberbayern stamme, hatte ich damit keine Probleme auch, wenn sich mein Dialekt mit dem Verwendeten geringfügig unterscheidet. Ein Nicht-Bayer könnte dadurch allerding im Lesefluss gebremst werden. Sehr schön finde ich auch, dass die Träume, die Tagebucheinträge, E-Mails und Zeitungsartikel jeweils mit einer anderen Schriftart gekennzeichnet sind. Diese lockern das Ganze noch etwas auf. Die Auszüge aus Annikas Kolumne fand ich allerdings störend, da sie nicht zur Story beitragen und die Spannung teilweise zunichte gemacht haben.

Den „Showdown“ zum Schluss fand ich überflüssig. Ohne ihn wäre der Abschluss runder gewesen. „Das Haus der dunklen Träume“ war sicher nicht das letzte Buch, das ich von Stefanie Kasper gelesen haben.

Fazit: Wer einen Gruselroman erwartet, wird hier enttäuscht werden. Dennoch ist es eine spannende Liebesgeschichte mit paranormalen Elementen, der ein wenig mehr Gruselfaktor nicht geschadet hätte. 4,5 von 5 Sternen.

Herzlichen Dank an Goldmann für das Rezensionsexemplar.

Kommentare:

  1. Von dem Buch hatte ich bislang noch nichts gehört, aber es klingt sehr gut.
    Danke für den Tipp :)

    Liebe Grüße
    Corinna

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    1. Bin auch nur zufällig drüber gestolpert. Hat mich aber gleich fasziniert. Viel Spaß damit :)

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